Simona Halep - Aggressiv, aber nicht verrückt aggressiv

Die Rumänin strebt mehr denn je einen Major-Sieg an.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.12.2016, 15:55 Uhr

SIMONA HALEP (ROU) Tennis - US Open 2016 - Grand Slam ITF / ATP / WTA - USTA Billie Jean King National Tennis Center - New York - New York - USA - 5 September 2016.

4.333.253 US-Dollar führt die WTA als offizielles Preisgeld für das Arbeitsjahr 2016 von Simona Halep an, vor Steuern, versteht sich. Dennoch eine Summe, die auch die Redaktion des "Forbes Magazines" aufmerksam notiert hat - schließlich zählen die Tennisspielerinnen neben den Golf-Proetten zu den bestverdienenden Damen in der Sportwelt, lukrative Verträge in den bei den Herren populären Mannschaftssportarten sind nicht zu haben. Aber Simona Halep geht es womöglich erst in dritter Linie um Geld, vielmehr stehen große Erfolge und die persönliche Weiterentwicklung ganz oben auf der Agenda der 25-Jährigen.

Drei Turniere hat Halep 2016 für sich entschieden, darunter das WTA-Premier-Mandatory-Event in Madrid. Auch Dank des Einflusses ihres Coaches Darren Cahill, der ihr vor allem in einer Hinsicht weitergeholfen hat. "Ich bin aggressiver, aber nicht verrückt aggressiver, sondern intelligent", erklärte Halep in der Frage-Antwort-Session mit Forbes. "Weil ich kann nicht immer nahe an der Grundlinie stehen, ich muss vor und zurück und öfter ans Netz kommen." Ein Ratschlag übrigens, den die aktuelle Nummer vier der Welt auch von Ion Tiriac erhalten hat.

Kein Geld von Ion

Mit Tiriac, einem der großen Macher in der Tennisszene, unterhält Simona Halep eine gute Beziehung. "Wir sind nur Freunde, er unterstützt mich mit Rat, er spricht mit mir, er interessiert sich für mein Tennis und wir haben immer gute Diskussionen. Manchmal kommt er auch zu meinen Trainings." Eines allerdings stellt Halep dezidiert in Abrede. "Manche Leute sagen, dass er mir Geld gibt. Aber das hat er niemals gemacht."

Ihr Ziel sei es nach wie vor, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. 2014 war sie knapp dran, unterlag im Finale von Roland Garros Maria Sharapova. Angelique Kerber ist da einen Schritt weiter, und Simona Halep weiß auch, warum. "Wenn Kerber in diesem Jahr am besten war, dann hat sie ein Level erreicht, auf dem sie sehr reif und in der Lage war, mit dem Druck umzugehen." Gerade in den Matches gegen Serena Williams sei dies die Voraussetzung dafür, siegreich vom Platz zu gehen. Aber das brauche Zeit. und Geduld scheint Simona Halep trotz aller zusätzlichen Aggressivität noch zu haben.

von tennisnet.com

Dienstag
06.12.2016, 15:55 Uhr