Stefanos Tsitsipas: "Daniil Medvedevs Spiel ist eindimensional"

Stefanos Tsitsipas hat sich im griechischen Fernsehen über den frischgebackenen Grand-Slam-Sieger Daniil Medvedev geäußert. Und dabei durchaus kritische Einschätzungen zu dessen Spielanlage zum Besten gegeben. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 21.09.2021, 13:52 Uhr

Stefanos Tsitsipas zeigte sich ob des US-Open-Triumphs von Daniil Medvedev überrascht

Für Stefanos Tsitsipas endete seine bislang beste Grand-Slam-Saison also mit gleich zwei Enttäuschungen in Serie. Hatte der Grieche in der ersten Jahreshälfte in Down Under noch das Halbfinale erreicht und dieses Ergebnis mit seinem ersten Major-Finaleinzug bei den French Open gleich noch einmal getoppt, so förderten seine Auftritte in Wimbledon und Flushing Meadows nicht zwingend euphorisierende Leistungen zutage. 

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Beim Rasen-Klassiker musste der Weltranglistendritte gar bereits in Runde eins die Segel streichen, in New York City war für den 23-Jährigen in der dritten Runde - nach einer denkwürdigen Niederlage gegen den Youngster Carlos Alcaraz - Endstation. Was bleibt von den Auftritten des jungen Griechen, sind aber die Diskussionen um die überlangen Toilettenpausen des Atheners, welche nun auch zu einer geplanten Reglementierung dieser führen sollen. 

Tsitsipas versteht Aufregung über Pause nicht unbedingt

Aufregung, die der Mann aus Griechenland jedenfalls nicht zwingend nachvollziehen kann: "Wenn ich den Satz mit 6:0 gewinne und dann eine Toilettenpause mache, dann ist das nicht gut für mich. Und das habe ich auch gemacht, also ist es wirklich nicht bösartig", so Tsitsipas. Und ob er die Pausen genutzt habe, um Coaching per Handy von Vater Apostolos zu erhalten? "In meinen Träumen, ja", so Tsitsipas im griechischen Fernsehen. 

Die Titelehren der US Open wurden unterdessen jenem Mann zuteil, dessen Wege sich auf Major-Niveau 2021 gleich zwei Mal mit Stefanos Tsitsipas kreuzten: Daniil Medvedev. Die Bilanz? Ausgeglichen. Dass dem Russe nun der große Coup eines Grand-Slam-Erfolgs gelungen ist, darüber zeigte sich Tsitsipas durchaus überrascht: "Medvedev ist sehr beständig, er ist ein sehr schwieriger Gegner. Es überrascht mich, dass er es schafft, mit diesem Spielstil solche Ergebnisse zu erzielen."

Medvedev derzeit "bester Spieler"

Denn die Spielanlage des 25-Jährigen, sie trifft nicht wirklich den Geschmack Tsitsipas`: "Ich würde nicht sagen, dass Medvedevs Spiel langweilig ist, ich würde sagen, es ist eindimensional." Nichtsdestoweniger nutzte der 23-Jährige die Gelegenheit aber auch, um dem Russen seinen Respekt für dessen Leistungen auszusprechen. Medvedev sei, so Tstisipas, "der beste Spieler im Moment". Er habe es mit seinen Ergebnissen in diesem Kalenderjahr jedenfalls eindrucksvoll untermauert, ist der Weltranglistendritte überzeugt. 

Trotz der zuletzt ausbaufähigen Abschneiden auf Major-Niveau zähle sich Tsitsipas selbst jedenfalls zur absoluten Weltspitze, wie dieser betonte: "Ich betrachte mich selbst als einen der Besten, ich muss es aber auch auf dem Court beweisen", so der Mann aus Athen. Die frühen Ausscheiden zuletzt hätten jedenfalls nichts mit einem Qualitätsunterschied zu Gunsten seiner Gegner zu tun gehabt: "Sie sind nicht besser, aber zu dieser Zeit haben sie besser gespielt", erklärte Tsitspas. 

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