24 Jahre Sperre: Spieler soll Korruptionsnetzwerk aufgebaut haben
Mit 24 Jahren Sperre und 70.000 US-Dollar Strafe hat die International Tennis Integrity Agency (ITIA) den serbischen Tennisspieler Stefan Milicevic wegen schwerer Verstöße gegen die Anti-Korruptionsregeln des Sports bestraft.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
15.10.2026, 17:27 Uhr

Die Vorwürfe gegen den serbischen Spieler STefan Milicevic wiegen schwer. Zwischen 2022 und 2024 soll er sechs Matches manipuliert haben, darunter fünf Begegnungen, an denen er selbst beteiligt war. Bei sechs weiteren Partien soll er versucht haben, die Ergebnisse zu beeinflussen. Darüber hinaus wurde ihm vorgeworfen, mehrere Profispieler für ein Netzwerk angeworben oder dies zumindest versucht zu haben. Laut ITIA führte dieses Netzwerk dazu, dass auch andere Spieler Matches manipulierten.
ITIA verhängt 24 Jahre Sperre und 70.000 Dollar Strafe
Die Ermittlungen gegen den 29-jährigen Serben fanden 2026 statt. Nach Angaben der Integritätsagentur reagierte Milicevic trotz sieben Kontaktversuchen über unterschiedliche Kanäle nicht und arbeitete auch nicht mit den Ermittlern zusammen. Am 24. September 2026 erhielt er nach Abschluss der Untersuchung eine Mitteilung über ein schwerwiegendes Vergehen. Da er darauf ebenfalls nicht antwortete, trat die nach den geltenden Regeln und Sanktionsrichtlinien vorgesehene Strafe am 9. Oktober in Kraft.
Sperre bis 2050: Auch Coaching ist verboten
Die Konsequenzen betreffen nicht nur den Wettkampf an sich. Milicevic darf während seiner Sperre weder an Turnieren teilnehmen noch bei Veranstaltungen coachen oder diese besuchen, sofern sie von World Tennis, der WTA, der ATP, den Grand-Slam-Turnieren oder einem nationalen Tennisverband organisiert beziehungsweise genehmigt werden. Die Sperre läuft nach aktuellem Stand bis zum 8. Oktober 2050.
Weltranglistenplatz 1338
Sportlich hatte Milicevic nie den Durchbruch an die Weltspitze geschafft. Seine beste Platzierung in der Einzelweltrangliste erreichte er im August 2014 mit Rang 1338. Die nun verhängte Sperre bedeutet für ihn de facto das Karriereende. Denn selbst wenn er nach Ablauf der Sanktion zurückkehren wollte, wäre er bereits 53 Jahre alt.
