Challenger Florenz: Filip Misolic und Sandro Kopp meistern Auftakthürde
Erfolgreicher Start für die ÖTV-Asse beim ATP-Challenger-Turnier in Florenz. Nachdem der Steirer Filip Misolic nach erfolgreicher Qualifikation auch den Briten Felix Gill in zwei Sätzen besiegen konnte, legte der Tiroler Sandro Kopp, ebenfalls ohne Satzverlust, gegen den Italiener Gianluca Cadenasso nach.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
20.10.2026, 16:49 Uhr

Misolic nach erfolgreicher Qualifikation weiter auf Erfolgskurs
In der verlängerten Sandplatz-Saison ist Filip Misolic beim ATP-50-Challenger-Turnier in Florenz weiter auf der Erfolgsspur. Nach Siegen in der Qualifikation gegen die beiden Tschechen Dominik Recek und Daniel Siniakov, dem jüngeren Bruder der Doppel-Weltranglistenersten Katerina Siniakova, sah sich der Grazer dem an Position 4 geführten Briten Felix Gill gegenüber.
Nachdem der 25-jährige Misolic früh eine Break-Chance gegen den Linkshänder abwehren musste, fand er immer besser zu seinem variablen Spiel und konnte sich immer mehr Vorteile erarbeiten. Doch nach drei ausgelassenen Break-Möglichkeiten und beim Stand von 5:4 sogar einem vergebenen Satzball musste er den Gang in den Tiebreak antreten. Dort lag er schnell mit 0:2 im Rückstand, übernahm dann aber komplett das Zepter und besiegelte mit einem krachenden Vorhand-Gewinnschlag die Linie entlang die Satzführung.
Im weiteren Verlauf diktierte der österreichische Davis-Cup-Spieler immer deutlicher und führte seinen Gegner mit seinem Spielwitz phasenweise sogar vor. Mit seinem zweiten Matchball besiegelte er bei Aufschlag seines Gegners den finalen 7:6 (5), 6:1-Erfolg nach 1:44 Stunden und trifft im Achtelfinale auf den spanischen Lucky Loser Izan Almazan Valiente, der gegen den bulgarischen Junioren-Wimbledonsieger Ivan Ivanov nach Satzführung von dessen Aufgabe profitierte.
Kopp beendet Negativlauf
Mit nicht gerade übermäßigem Selbstvertrauen war Sandro Kopp in die Toskana gereist, schließlich musste der Tiroler nach seinem Halbfinal-Einzug beim Challenger in Augsburg fünf Auftaktpleiten in Folge einstecken. Auch in seiner Erstrunden-Partie gegen den Italiener Gianluca Cadenasso musste sich der 26-jährige freischwimmen und nach zweimaliger Break-Führung jeweils das direkte Re-Break einstecken. Doch im entscheidenden Tiebreak über nahm er nach ausgeglichenem Beginn das Ruder und tütete mit fünf hintereinander gewonnenen Punkten die Satzführung ein.
Mit dem Momentum im Rücken dominierte der Kramsacher nach zwei abgewehrten Breakchancen im ersten Game fortan das Geschehen und erspielte sich schnell eine 4:0-Führung. Nachdem der ÖTV-Spieler anschließend bei eigenem Service zwei weitere Break-Möglichkeiten zunichte machte, war der Widerstand seines 22-jährigen Gegners endgültig gebrochen. Nach zwischenzeitlicher Verkürzung musste Kopp trotz drei laufender Matchbälle noch einmal über Einstand gehen, behielt aber weiterhin die Nerven und fixierte bei seiner vierten Gelegenheit den finalen 7:6 (2), 6:1-Erfolg nach 1:47 Stunden.
In der Runde der letzten 16 sieht sich der Weltranglisten-308. mit dem Wildcard-Spieler Samuele Pieri, der sich in drei Sätzen gegen den Spanier Miguel Damas behaupten konnte, dem nächsten Italiener gegenüber.
Hier das Einzel-Tableau aus Florenz
