Erste Bank Open: Alcaraz, Rublev und das Trommelfeuer
Carlos Alcaraz und Andrey Rublev haben am heutigen Sonntag in der Wiener Stadthalle eine Übungseinheit hingelegt, deren Tempo im Laufe der Turnierwoche der Erste Bank Open 2026 nur schwer zu überbieten sein wird.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
25.10.2026, 18:58 Uhr
Die Schlange vor dem Einlass in die Wiener Stadthalle war ziemlich lang, so um die Mittagszeit an diesem Sonntag. Unruhe ist dennoch keine aufgekommen, schließlich war das erste Match des Tages ja erst für 13 Uhr angesetzt. Was die Tennisfans nicht ahnen konnten: In jenen Minuten, da die Halle noch nicht für das Publikum geöffnet war, absolvierten Carlos Alcaraz und Andrey Rublev schon ein paar Minuten lang eine Trainingseinheit.
Und es lässt sich eines schon prophezeien: Schneller als in den Ballwechseln, die Alcaraz und Rublev da gegeneinander abfeuerten, werden die Bälle in Wien auch in den kommenden Tagen nicht mehr fliegen. Fragen musste man sich indes nur: Wie kann es sein, dass Andrey Rublev in jüngerer Vergangenheit kaum noch ein respektables Ergebnis auf die Courts der Tenniswelt gezaubert hat? Ohne dass das Scoreboard scharf geschaltet war, liegt die Vermutung jedenfalls nahe, dass Rublev in dieser Session mehr Games gewonnen hat als Alcaraz.
Wovon sich der Russe nichts kaufen kann. Außer ein bisschen Selbstvertrauen für die Erstfreunden-Partie bei den Erste Bank Open 2026 gegen Tommy Paul.
Alcaraz sucht noch die Feinabstimmung
Carlos Alcaraz, beim Training ganz in Weiß, wiewohl mit schwarzen Schuhen unterwegs, wirkte derweil ein bisschen unrund. Nicht, dass die Nummer zwei von Wien grundsätzlich jeden zweiten Ball ins Aus gehämmert hätte, aber ab und zu kam schon der fragende Blick in Richtung Coach Samu Lopez.
Ein bisschen Zeit hat Carlos Alcaraz aber noch, um die richtige Abstimmung für seinen zweiten Wien-Auftritt zu finden. Der steht am Dienstag gegen Karen Khachanov an, den guten Kumpel von Andrey Rublev. Und dann werden keine Fans vor den Toren der Stadthalle stehen. Sondern eben diese bis zum letzten Platz füllen.
Hier das Einzel-Tableau in Wien
