Erste Bank Open Qualifikation: Neumayer legt vor, starker Schwärzler scheitert
Während Lukas Neumayer morgen um einen Platz im Hauptfeld der Erste Bank Open 2026 spielt, musste sich Joel Schwärzler nach einer starken Leistung in Runde eins der Qualifikation verabschieden.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
24.10.2026, 15:52 Uhr

Nach der großen Sause am Freitagabend mit dem Red Bull BassLine ist in der Wiener Stadthalle zwar keineswegs biblische Ruhe eingekehrt, aber ein bisschen gedämpfter geht es dann doch zu. Obwohl für die Profis, die qua Weltrangliste keinen Platz im 32er-Raster des erneut herausragend besetzten ATP-Tour-500-Turniers, ja viel auf dem Spiel steht. Aber so marschieren die Spieler eben ohne Intro durch den Hallensprecher auf den Center Court, die Vorstellung übernimmt der Stuhlschiedsrichter.
Das Interesse der Fans war indes schon groß, der untere Rang gut gefüllt. Und warum auch nicht? Schließlich standen mit Lukas Neumayer, Joel Schwärzler und Sebastian Borger ja gleich drei Lokalmatadore auf der Startliste des ersten Quali-Tages.
Und Neumayer wusste gegen Vit Kopriva voll zu überzeugen, gewann mit 6:4 und 6:3. Und legte damit für ein potenzielles Duell mit Schwärzler in Runde zwei vor.
Letzterer wird ja neuerdings von Günter Bresnik betreut, der Startrainer ließ sich allerdings aufgrund privater Verpflichtungen von Richard Ruckelshausen vertreten. Was insofern stimmig ist, als dass Ruckelshausen Schwärzler als Touring-Coach begleiten wird. So wie er es schon mit Gael Monfils gemacht hat.
Schwärzler führt mit Break im dritten Satz
Schwärzler hatte als ersten Quali-Gegner Titouan Droguet ausgefasst, was insofern unschön war, als dass der Franzose in den ATP-Charts als Nummer 69 doch ein paar Position vor Joel Schwärzler steht. Der Vorarlberger firmiert aktuell als Nummer 173. Dieser Unterschied war im ersten Satz nicht auszumachen, zumindest in der ersten halben Stunde. Da agierte Schwärzler sehr aggressiv, vor allem mit der Vorhand. Nachdem er aber bei 3:3 zwei Breakbälle nicht nutzen konnte, schlug Droguet im darauffolgende Spiel zu. Und servierte danach zum 6:3 aus.
Dann allerdings gelang Schwärzler ein frühes Break - und plötzlich drehte sich die Partie in die Richtung des Österreichers, der diesen Vorsprung bis zum 6:3 sicher verteidigte. Damit nicht genug: Auch im dritten Akt nahm Schwärzler seinem Gegner gleich dessen erstes Aufschlagspiel ab. Der Ausgleich zum 2:2 gelang Droguet mit der sechsten (!) Breakchance im vierten Spiel. Also schon alles auf ein Tiebreak hindeutete, schlug Titouan Droguet dann doch noch einmal zu. Und gewann am Ende mit 6:3, 3:6 und 7:5.
Sebastian Sorger hat nun noch die Chance, Lukas Neumayer in die zweite Runde zu folgen. Sorger spielt gegen den Ungarn Fabian Marozsan.
