Erste Bank Open: Carlos Alcaraz hat Wien für 2027 auf der Liste
Die Erste Bank Open und Carlos Alcaraz waren 2026 ein “Perfect Match”. Ein Wiedersehen im kommenden Jahr ist nicht ausgeschlossen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
02.11.2026, 11:39 Uhr

Die kurzfristige Entscheidung, bei den Erste Bank Open in Wien aufzuschlagen, zahlte sich für Carlos Alcaraz mehr als nur aus. Der siebenfache Grand-Slam-Champion holte in Österreichs Bundeshauptstadt seinen 28. Karrieretitel und tankte damit reichlich Selbstvertrauen für den Saison-Endspurt, der mit den ATP Finals und der Davis-Cup-Finalrunde ja noch zwei Highlights parat hält.
“Es war für uns eine tolle und emotionale Woche. Wir hatten eine gute Zeit auf und abseits des Platzes. Es war die richtige Entscheidung, nach Wien zu kommen. Es war wirklich ein großartiges Turnier”, sagte Alcaraz, der nach der Absage des Six Kings Slam in Saudi-Arabien von Turnierdirektor Herwig Straka kurzerhand mit einer Wildcard ausgestattet worden war, bei der Siegehrung.
Alcaraz akzeptiert die Bedingungen
Während Straka und sein Team einen neuen Besucherrekord bejubelten, näherte sich Alcaraz peu à peu seinem Toplevel. Insbesondere im Halbfinale und im Endspiel zeigte der Spanier großartige Leistungen. “Ich bin wieder knapp an 100 Prozent, habe Match für Match besser gespielt”, bilanzierte Alcaraz zufrieden.
Dabei waren die langsamen Bedingungen in der Wiener Stadthalle für das so schnelle Spiel des 23-Jährigen nicht gerade ideal. “Bei vorangegangenen Turnieren, die unter ähnlichen Verhältnissen stattgefunden haben, habe ich mich sehr schwer getan und mich jedes Mal beschwert. In dieser Woche habe ich einfach versucht, es zu akzeptieren”, erkkärte Alcaraz. “Ich habe versucht, positiv zu sein und nicht zu viel darüber nachzudenken.” Dieser Ansatz habe ihm geholfen, die österreichische Bundeshauptstadt als Sieger zu verlassen.
Alcaraz: “Habe mich wirklich wohl gefühlt”
Ob es nächstes Jahr zu einem Wiedersehen in Wien kommt, beantwortete Alcaraz bei der Abschluss-Pressekonferenz nicht final. “Wir werden sehen. Ein Jahr kann wirklich lang sein. Ich könnte viele Matches bestreiten - oder auch nicht", meinte der Weltranglistendritte. “Aber was ich sagen kann, ist, dass ich mich wirklich wohl gefühlt habe.”
Demnach stehe ein Antreten bei den Erste Bank Open 2027 laut Alcaraz “wahrscheinlich ganz oben auf der Liste”. Mit der Einschränkung, dass er in dieser Turnierwoche auch tatsächlich spielt. Was vor dieser Saison zuletzt 2022 der Fall gewesen war, als Alcaraz beim Parallelturnier in Basel aufschlug.
Hier das Einzel-Tableau in Wien
