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Erste Bank Open: Alexander Zverev verlässt Wien mit "besonderem Gefühl"

Alexander Zverev verpasst in Wien knapp das Finale, kann sich aber leicht trösten. Im Saisonendspurt sticht vor allem ein großes Ziel ins Auge.

von SID
zuletzt bearbeitet: 01.11.2026, 13:07 Uhr

Alexander Zverev verlor im Halbfinale gegen Alex de Minaur
© GEPA pictures
Alexander Zverev verlor im Halbfinale gegen Alex de Minaur

Der Blick auf die Spitze des Rankings dürfte Alexander Zverev in Rekordzeit versöhnen. Die neue Nummer eins der Welt hatte sich enorm geärgert über das Aus in Wien, gemotzt über die Qualität der Bälle - und trotz des verpassten Finaleinzugs in der österreichischen Hauptstadt Geschichte geschrieben.

Rank: 1. Player: A. Zverev. So steht es ab Montagmorgen erstmals auf der Webseite der ATP und überall, wo sich die Bestenliste des Tennis einsehen lässt. Ein Deutscher an der Spitze, das hatte es seit Boris Becker 1991 nicht mehr gegeben. Für Zverev wird es nun Realität.

"Es ist ein ganz anderes Gefühl, es ist sehr besonders. Es ist schon vergleichbar mit einem Grand-Slam-Sieg", hatte Zverev dieser Tage in Wien über seinen Meilenstein gesagt: "Aber einen Grand Slam gewinnst du über zwei Wochen, Nummer eins wirst du über zwölf Monate."

Zverev im Halbfinale sauer

Schon mit dem Vierteleinzug hatte er sein großes Ziel erreicht, es folgten emotionale Bilder und Worte mit einer übergroßen Eins auf dem Platz. Mit neuem Standing wollte Zverev dann mehr, verpasste aber mit einer 4:6, 6:1 und 6:7 (4)-Niederlage gegen den Australier Alex de Minaur ein mögliches Traumfinale gegen den siebenmaligen Majorchampion Carlos Alcaraz.

Zverev ärgerte sich in seinem Halbfinale mächtig, vor allem über die nachlassende Qualität der Bälle. "Hältst du es für normal, in einem Turnier mit solchen Bällen zu spielen?", sagte er zu Schiedsrichter Arnaud Gabas und hielt ihm eine Filzkugel vor die Nase. Doch es half alles nichts, er reiste ohne weitere Trophäe ab gen Paris, wo ab Montag das nächste Masters steigt. Und mit der französischen Hauptstadt verbindet Zverev Besonderes - seinen ersten Grand-Slam-Titel, dem er den Triumph in New York folgen ließ.

Große Hoffnung im deutschen Davis-Cup-Team

Im Saisonendspurt stehen für die neue Nummer eins der Welt dann auch noch die ATP Finals in Turin und die Davis-Cup-Finalrunde in Bologna an. Die Finals konnte Zverev schon zweimal gewinnen, die Trophäe des traditionsreichen Teamwettbewerbs fehlt ihm noch in seiner Sammlung.

Die Hoffnung, es diesmal Ende November schaffen zu können, ist groß beim deutschen Team. Neben Zverev ist in Jan-Lennard Struff ein zweiter Einzelspieler in starker Form, auch wenn der Warsteiner mit einer knappen 6:3, 5:7 und 4:6-Niederlage in Basel gegen den Tschechen Jiri Lehecka seinen zweiten Final-Einzug auf der ATP-Tour binnen acht Tagen verpasste.

Hier das Einzel-Tableau in Wien

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Sonntag
01.11.2026, 13:44 Uhr
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