Gibt Erik Bogaromi den Terra Rossa Party-Crasher?
Bevor der an diesem Wochenende gastgebende Tennisclub Terra Rossa im kommenden Jahr sein 20jähriges ...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
28.09.2026, 12:18 Uhr
Bevor der an diesem Wochenende gastgebende Tennisclub Terra Rossa im kommenden Jahr sein 20jähriges Bestandsjubiläum begehen wird, könnte man in der Rosensteingasse hoch über Hernals schon heute Abend Grund zum Feiern haben. Dann nämlich, wenn sich Lokalmatador Wolfgang Wernig im ab 17 Uhr anstehenden Endspiel am Centercourt seines Heimvereins gegen Ungarns Erik Bogaromi den Titel holen sollte, und damit für den ersten Heimsieg eines Terra Rossa Spielers beim Oktober HTT 250 Turnier seit Rares Maftei im Jahre 2012 sorgen würde. Ein Bericht von C.L
Kärntner “Raunzer” kann sich drei Tage vor seinem 45. Geburtstag heute Abend selbst das schönste Geschenk machen
Nachdem sich der Kärntner Routinier in Diensten des TC Terra Rossa Wolfgang Wernig am gestrigen dritten Spieltag des 26. Oktober HTT 250 Turniers mit einem Doppelpack in Szene setzen konnte, fehlt dem Gurktaler aus Weitensfeld nur mehr ein Schritt zum vierten HTT Karriere-Titel und zum lange ersehnten Heimsieg eines Terra Rossa Spielers beim Oktober HTT 250 Turnier. Seit 14 Jahren wartet man im Club auf einen heimischen Erfolg beim alljährlich und längst schon traditionellen letzten HTT Sandplatzturnier unter freiem Himmel. Rares Maftei war wie gestern ausführlich berichtet das letzte “Rothemd”, das sich in heimischen Gefilden zu Titelehren schwingen konnte. Jetzt soll ihm also Wolfgang Wernig nachfolgen, ein Mann der gerne raunzt, in nur einem Jahr seiner HTT-Zugehörigkeit aber in vielen Situationen seinen Mann gestanden hat. Am Donnerstag feiert der Kärntner seinen 45. Geburtstag, und das passende Geschenk, das könnte er sich heute Abend und damit drei Tage zuvor schon selbst bereiten. In jedem Fall aber, und egal wie der mit großer Spannung erwartete finale Showdown des heutigen Abends um den Titel beim Oktober HTT 250 Turnier auch ausgehen mag, kann Wernig auf eine erste und höchst erfolgreiche HTT Saison zurückblicken.
Wernig mit Sonntags-Doppelpack in sein 6. HTT Karriere-Finale
Vor einem Jahr “gurkte” der Gurktaler noch jenseits der Top 350 im HTT Ranking durch das sportliche Niemandsland der Hobby Tennis Tour. Und das, obwohl der Mann aus dem schönen Kärntner Land gleich bei seinem HTT-Debüt mit dem Sieg beim August Challenger 2025 im UTC La Ville vorstellig wurde. Der breiten Masse auf der HTT wurde der noch 44jährige aber erst bei der großen HTT Jahresabschluss-Gala bekannt, wo er von 250 Mitspielern zum besten Senioren-Spieler des Jahres 2025 ausgezeichnet wurde. Beim Oktober HTT 250 Turnier des Vorjahres musste Wernig noch durch die Quali-Mühlen, ehe er im Achtelfinale an der bolivianischen Powerfrau Hortencia Birnbaumer scheiterte. Heuer steht er im Finale, und diese – seine sechste – Endspielteilnahme, machte Wernig am Sonntag mit einem hart erkämpften Doppelpack–Erfolg klar. Zunächst mühte sich der Lokal-Hero gegen Deutschlands aufstrebenden Youngster Felix Scurtu nach einem dominant geführten ersten Satz, und einem von mehr Eigenfehlern geprägten zweiten Durchgang zu einem 6:2, 2:6, 10:6 Sieg, ehe er im Semifinale dem Erfolgslauf von HTT Comebacker und Überraschungsmann Christoph Cechovsky mit 6:0 und 6:4 stoppte.
Erik Bogaromi knackt im Semifinale Lieblingsgegner Philipp Mayer, und könnte am Abend zum ungarischen HTT Rekordsieger avancieren
Im Endspiel bekommt es Wernig nun mit dem 2fachen ungarischen HTT Turniersieger Erik Bogaromi zu tun, der unauffällig aber höchst erfolgreich durch das Oktober HTT 250 Tableau pflügte. Ohne Satzverlust räumte der Pusta-Server nacheinander Youngster Linus Tichy und Neo-Terra-Rossa-Ass Matthias Hackensellner aus dem Weg, ehe er sich im Halbfinale bei Flutlicht am Centercourt seinem Lieblingsgegner Philipp Mayer gegenüber sah, und den Schärdinger im dritten direkten Duell zum dritten Mal ohne Satzverlust eine schmerzhafte Niederlage zufügte. Der 32jährige hat daher heute Abend gegen Wolfgang Wernig nicht nur die Chance, seinen dritten Karriere-Titel zu holen, sondern sich mit einem dritten HTT Turniersieg auch zum alleinigen ungarischen HTT Rekordsieger zu küren. Bislang muss Bogaromi diesen imaginären Titel mit Damian Kelemen und Laszlo Mayer (ebenfalls je 2 HTT Titel für Ungarn) teilen.
