Rene Gräflinger – Holt er im 4. Versuch erstmals den Titel?
Bei den heurigen HTT US Open ist das als Halbfinal-Kracher angesetzte französisch-österreichische Su...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
06.10.2026, 15:18 Uhr
Bei den heurigen HTT US Open ist das als Halbfinal-Kracher angesetzte französisch-österreichische Super-Duell, verletzungsbedingt ausgefallen. Vier Wochen später gibt’s den von vielen HTT Fans sehnlichst erwarteten Schlager (übrigens LIVE im Ticker ab 20 Uhr auf www.hobbytennistour.at), womit der finale Showdown zwischen dem 2fachen HTT Finals-Gewinner Rene Gräflinger und Frankreichs HTT French Open Champion Nicolas Fares über den Titelgewinn beim 17. September Masters Series 1000 Turnier im UTC La Ville entscheiden wird. Ein Bericht von C.L
Gräflinger gegen Fares – das Super-Finalduell um den vorletzten HTT Masters 1000 Saisontitel
Die große Zehe Gräflingers hatte damals vor einem Monat dem 41jährigen Kärntner einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Ambitionen des Ferlachers auf seinen dritten Hartplatz-Grand-Slam-Karriere-Titel gebremst, und die HTT US Open 2026 um ein womöglich großes Halbfinal-Match gebracht. Nicht wenige der vielen HTT Experten glauben nämlich, dass Rene Gräflinger mit seiner Art Tennis zu spielen, der Dominanz des französischen Newcomers eine Ende bereiten könnte. Nun, der heutige Abend des 6. Oktober 2026 wird uns Aufschluss darüber geben. Der Routinier wird in jedem Fall sein bestes Tennis auf den La Ville Centercourt zaubern müssen, um dem vor Selbstvertrauen nur so strotzenden HTT Sandplatzzkönig Paroli bieten zu können. Zudem spielt der 29jährige aus Reunion an diesem ersten Hallenwochenende der Indoor-Saison 2026/27 mit einer gewissen Portion Wut im Bauch. Immer noch nicht ganz vergessen ist das HTT US Open Endspiel gegen Theo Strobl und vorallem die danach gefällte Entscheidung am grrünen Tisch, mit der sich Fares bis zum heutigen Tag nicht richtig anfreunden konnte.
Damian Roman kassiert trotz starker Leistung im ersten Satz zum zweiten Mal eine schwere Niederlage gegen Nicolas Fares
Seine momentane Klasse stellte der Ranglisten-Achte aus Frankreich auch im gestrigen ersten Halbfinale des September Masters 1000 Turniers gegen den Ranglisten-Ersten Damian Roman unter Beweis. Zum zweiten Mal nach dem HTT French Open Achtelfinal-Debakel musste der rumänische HTT Branchen-Beste die Überlegenheit des im indischen Ozean geborenen HTT Shootingstars anerkennen. Und das, obwohl der 49fache HTT Titelträger auf dem Weg in sein mögliches 78. HTT Karriere-Finale und sein 28. Masters 1000 Endspiel einen richtig starken ersten Satz ablieferte. Der 44jährige kassierte zwar gleich im Auftakt-Game ein frühes Break, hielt danach aber mit unheimlich hoher Intensität und aggressivster Spielweise den ersten Satz fast 40 Minuten lang offen. Erst das zweite Break zum 3:5 brach den Widerstand Romans, der in der Folge sein eigenes hohes Tempo nicht halten konnte, und sich am Ende wieder deutlich in zwei Sätzen, diesmal mit 3:6, 1:6 geschlagen geben musste. “Fares hat wieder grroßartig gespielt. Er hat kaum Schwächen, und ich war einen Satz lang voll am Limit. Ich bin mit meiner Leistung vom ersten Satz und dem Erreichen des Halbfinales aber doch zufrieden”, betonte Damian Roman, der das September Masterrs 1000 Turnier vor exakt 10 Jahren in der Saison 2016 auch schon einmal gewinnen konnte.
Gräflinger beendet Prügers September-1000er-Siegesserie, und steht zum 4. Mal nach 2019, 2023 und 2025 im Finale
Nach dem Verpassen seines vierten September Masters 1000 Finales nach 2014, 2016 und 2024, bleibt Rumäniens HTT Superstar aber weiter die Nummer 1 der Hobby-Tennis–Tour. In Sicherheit wiegen, sollte sich der 44jährige aber nicht, denn mit Nicolas Fares könnte ihm im Saisonfinish endlich einmal ein ernst zunehmender Kontrahent um den Ranglisten-Thron erwachsen sein. Da sich Strobl, Jovanovic und Konsorten für den Platz an der Sonne nicht sonderlich zu interessieren scheinen, könnte Fares diese Rolle übernehmen, und am Abend in seinem dritten Karriere-Endspiel auf der HTT mit Titel Nr. 2 gleich einmal 1000 Punkte einsammeln. Sein Gegner im Kampf um den ersten französischen HTT Masters 1000 Turniersieg der Geschichte, heißt wie bereits erwähnt Rene Gräflinger. Der 13fache HTT Turniersieger aus der südlichsten Gemeinde Österreichs stammend, hat am Montag Abend im zweiten Vorschluss-Runden-Duell des 140. HTT Saisonturniers die imposante Siegesserie von Comeback-Star Lukas Prüger beim September Masters der HTT von 7:0 Erfolgen beendet. Mit einem 6:3, 6:4 Erfolg nach 1:22 Stunden Spielzeit, hatte sich Gräflinger im Duell der beiden 2fachen HTT Finals-Gewinner seinen Platz im Endspiel gesichert. Übrigens steht der Kärntner bereits zum vierten Mal im Endspiel dieses Turniers, die Bilanz mit drei Endspiel-Niederlagen (2019 gegen Lukas Prüger, 2023 gegen David Steiert und 2025 gegen Marlon Warmuth) sieht freilich zappenduster aus.
Lukas Prüger zieht positive Bilanz nach seinem Kurz-Comeback
Immerhin konnte sich Gräflinger auf dem Weg in sein 14. HTT Masters Series Endspiel bei Prüger für die Final-Niederlage hier beim September-1000er von 2019 revanchieren. Der 41jährige übernahm gleich zu Beginn das Kommando, schaffte mit einem Doppel-Break eine schnelle 4:1 Führung, die er schließlich mit 6:3 ins Ziel des ersten Satzes brachte. Auch im zweiten Satz meldete der Routinier aus Kärnten mit einem Break zum 2:0 sehr rasch seine Anwartschaft auf den Finaleinzug an. Prüger, dem bei seinem Comeback nach über 15 Monaten Pause und seinem 265. HTT Karriere-Match sichtlich die Match-Fitness fehlte, hielt in gewoht kämpferischer Manier aber dagegen, und kasssierte erst im allerletzten Game das entscheidende Break zum 4:6. Mit einem Rückhand-Longline-Return-Winner an die Linie, fixierte Gräflinger den Sieg und daraus resulltierend das Endspiel mit Nicolas Fares. “Von den Grundschlägen her bin ich sehr zufrieden”, bilanzierte der Sieger. Und auch Lukas Prüger zog nach seinem Kurz-Comeback ein zufriedenes Resümee. “Ich habe ein paar dumme Fehler zu viel gemacht. Die darfst du dir halt gegen einen Spieler wie Gräflinger nicht erlauben. Ich bin aber zufrieden so wie es ist. Ich habe dieses Turnier schwach begonnen, und trotz Niederlage gut beendet. Ich glaube das trifft es ganz gut. Ich habe mein Ziel für dieses Wochenende erreicht”, so der ehemalige Ranglisten-Erste und Gewinner von insgesamt 9 HTT Masters Series 1000 Turnieren.
