Rune trennt sich von Djokovic- und Sinner-Coach: Panichi äußert sich über Verletzungen
Holger Rune und Fitnesscoach Marco Panichi gehen getrennte Wege, obwohl ihre Zusammenarbeit durch Runes Achillessehnenriss kaum richtig Fahrt aufnehmen konnte. Der Italiener, der zuvor Novak Djokovic und Jannik Sinner betreut hatte, plant für 2027 seine Rückkehr auf die ATP-Tour.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
23.10.2026, 05:10 Uhr

Holger Runes Fitnesstrainer Marco Panichi hat das Ende seiner Zusammenarbeit mit dem Dänen im Podcast Gonzo Tennis bestätigt. Der Italiener war erst im Sommer 2025 zum Team des Dänen gestoßen. Wenige Monate später erlitt Rune im Oktober einen Achillessehnenriss, der ihn für lange Zeit außer Gefecht setzte. Erst im September 2026 kehrte Rune beim Davis Cup gegen Bulgarien auf den Tennisplatz zurück.
Weshalb sich die Wege von Spieler und Fitnesscoach nun getrennt haben, erklärt Panichi allerdings nicht. Auch Rune hat sich dazu bislang nicht geäußert. Ein Zusammenhang mit der Verletzung ist aber nicht auszuschließen.
Panichi plant sein Comeback
Panichi verfügt über reichlich Erfahrung mit den Besten des Sports. Ganze sechseinhalb Jahre hatte er mit Novak Djokovic gearbeitet und anschließend auch Jannik Sinner neun Monate lang betreut, bevor er zu Rune gewechselt war. Derzeit verantwortet er die körperliche Vorbereitung beim kasachischen Tennisverband. 2027 will er wieder auf der Profitour arbeiten. Angebote habe er bereits mehrere erhalten, sagte Panichi, sich aber noch nicht für einen Spieler oder ein Projekt entschieden. Er wolle sich Zeit nehmen, bevor er den nächsten Schritt mache.
Panichi warnt vor Überlastung
Auch zu Sinners jüngsten Knieproblemen wurde Panichi befragt. Eine genaue Einschätzung könne er nicht abgeben, betonte der Italiener, da ihm die medizinischen Details fehlten. Sollte tatsächlich ein ITB-Syndrom (wie kolportiert) vorliegen, könne es sich um eine Überlastungsreaktion handeln, wie sie auch bei Läufern vorkomme. Dabei entzündet sich das Gewebe an der Außenseite des Knies. Panichi erklärte, dass solche Beschwerden bei anhaltender Belastung problematisch werden könnten. Ob diese Diagnose bei Sinner zutrifft, bestätigte er ausdrücklich nicht. Auch zu Dauer und Verlauf einer möglichen Pause ließ sich deshalb keine verlässliche Prognose ableiten.
Immer mehr Matches, immer weniger Erholung?
Laut Panichi liegt eine zentrale Herausforderung im modernen Tennis in der enormen körperlichen Beanspruchung. Die Intensität auf dem Platz sei hoch, gleichzeitig müssten Topspieler immer mehr Verpflichtungen unterbringen. Neben den regulären Turnieren kämen Schauwettkämpfe hinzu, bei denen es für gefragte Stars schwierig sein könne, abzusagen. Das erschwere die Planung und könne die Belastung weiter erhöhen. Verletzungen habe es zwar immer gegeben, räumte Panichi ein, doch wenn sie die Nummer eins oder zwei der Welt treffen, stünden sie eben besonders stark im Fokus
