Stephens und Andreescu „titeln“ sich Richtung Australien

Auch fernab der großen Damen-Turniere in Asien gibt es wichtige Weltranglisten-Punkte im Hinblick auf Australien zu verdienen. In der vergangenen Woche nutzten dies die ehemaligen Grand-Slam-Championessen Sloane Stephens und Bianca Andreescu in Form von Turniersiegen auf Challenger-und ITF-Ebene.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 21.10.2026, 16:20 Uhr

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Mit ihrem Triumph auf ITF-Ebene konnte Sloane Stephens ihren ersten Titel seit mehr als zwei Jahren einfahren.

Aus der Not eine Tugend machen – so könnte man das Motto der ehemaligen Grand-Slam-Siegerinnen Sloane Stehpens und Bianca Andreescu beschreiben. Außerhalb der Top 100 platziert, ist für die beiden Spielerinnen aktuell der Zugang zu den großen WTA-Turnieren in Asien verwehrt, weshalb sie ihr Heil auf Turnieren in den unteren Kategorien suchen müssen – das aber zumindest in der letzten Woche mit großem Erfolg.

Von der regelmäßigen Teilnahme auf der ganz großen Bühne musste sich Andreescu bereits seit Beginn der Saison 2024 verabschieden, als die verletzungsgeplagte Kanadierin den Kreis der Top 100 verließ und bis auf eine einmalige Stipvisite auf Rang 99 bis heute nicht mehr dauerhaft zurückkehrte. Bei den Majors musste die US-Open-Siegerin von 2019 zuletzt immer über die Qualifikation gehen und konnte sich in den letzten beiden Spielzeiten lediglich beim diesjährigen Wimbledon-Turnier ins Hauptfeld durchspielen.

Doch unterkriegen lässt sich die ehemalige Weltranglisten-4. nicht. Bereits im Frühjahr meldete sich die 26-Jährige auf der ITF-Tour zurück und konnte mit je einem 35er und 75er-Turnier ihre ersten Titel seit ihrem Triumph in New York einfahren. Und vergangene Woche holte sie zum noch größeren Coup aus. Im italienischen Rovereto gab sie beim WTA-125-Turnier nur einen Satz ab und krönte sich dadurch mit der Siegestrophäe. Im Ranking hält sie damit bei Position 132. Doch zum Erreichen einer Platzierung, die zur direkten Hauptfeld-Teilnahme in Australien reichen dürfte, fehlen immer noch knapp 140 Punkte, weshalb sie wohl trotz ihres größten Titels seit 2019 erneut mit der Qualifikation in Melbourne planen muss.

Ähnlich, nur ein Jahr später, gestaltete sich die Ranking-Entwicklung bei Stephens. Gehandicapt durch einen Ermüdungsbruch im Fuß fiel die US-Open-Siegerin von 2017 nach dem Start der Saison 2025 aus den Top 100 und sollte bis zum heutigen Tag nicht mehr dort zurückkehren. Auch sie musste bei den Majors mehrfach den Weg durch die Qualifikation gehen, meisterte dies aber in dieser Saison in Melbourne und Paris erfolgreich, zudem startete sie bei den US Open per Wildcard.

Die große Chance, es zum Start der neuen Saison bei den Australian Open direkt zu schaffen, erspielte sich die 33-Jährige in der vergangenen Woche auf der ITF-Tour. Auf heimischem Boden triumphierte sie bei insgesamt zwei abgegebenen Sätzen beim 100er-Event in Edmund/Oklahoma und hievte sich damit in der Weltrangliste auf Position 118. Noch etwas mehr als 50 Punkte dürften der ehemaligen Weltranglisten-3. noch fehlen, um in Melbourne direkt im Hauptfeld zu stehen. Zudem eröffnete sie sich mit dem ersten Turniersieg seit mehr als zwei Jahren auch eine weitere Chance Richtung Australien-Hauptfeld, da sie sich dadurch auch an die Spitze der US-internen Wildcard-Wertung setzte. 

Den Flow will Stephens in dieser Woche gleich weiter nutzen. Beim W50-Event in Austin/Texas siegte sie zum Auftakt gegen ihre Landsfrau Ashley Lohey und trifft im Achtelfinale auf Thea Frodin. Diese hatte sich ja nach ihrer Film-Rolle als Serena Williams in „King Richard“ auch auf der Tour mit dem Erstrunden-Match bei den US Open gegen Elena Rybakina auf ganz großer Bühne gezeigt.

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von Dietmar Kaspar

Mittwoch
21.10.2026, 17:11 Uhr
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