Alfie Hewett feiert Favoritensieg bei Rollstuhltennis-Turnier presented by win2day
Der große Favorit hat das zweite Rollstuhltennis-Turnier presented by win2day bei den Erste Bank Open gewonnen: Der Brite Alfie Hewett setzte sich am Samstag im Finale mit 6:2, 6:3 gegen Vorjahressieger Gordon Reid durch.
von PM
zuletzt bearbeitet:
31.10.2026, 21:00 Uhr

Topfavorit gegen Titelverteidiger. Das Drehbuch für das Endspiel des Rollstuhltennis-Turniers presented by win2day im Rahmen der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle hätte man nicht besser schreiben können. Die gut gefüllten Tribünen sorgten für die entsprechende Kulisse. Zum Hauptdarsteller avancierte Alfie Hewett: Der 37-fache Grand-Slam-Sieger, aktuell Nummer zwei der Welt, ließ von Beginn an nichts anbrennen. Mit wuchtigen Schlägen und starken Varianten dominierte er die Partie und ließ Titelverteidiger Gordon Reid, Nummer 5 der Welt, keine Chance.
„Ich bin das erste Mal in Wien, es ist eine unglaubliche Erfahrung. Auf diesem ikonischen Court vor so vielen Menschen zu spielen – davon träumst du als Rollstuhltennisspieler. Danke an die Organisation für diese Bühne. Wir wollen unseren Sport bestmöglich präsentieren. Dieses Turnier hat Zukunft, ich freue mich darauf, wieder zu kommen“, so Hewett nach dem Triumph, für den er mit einem 7.000-Euro-Siegerscheck belohnt wurde. Neben 37 Grand-Slam-Titeln (11 Einzel, 26 Doppel) und Paralympics-Gold kann sich der 28-Jährige nun auch Wien-Sieger nennen.
Sein langjähriger Doppel-Partner Reid gratulierte umgehend. „Alfie hatte heute den besseren Tag, er hatte auf alles eine Antwort. Das muss man anerkennen und gratulieren“, sagte der Schotte. „Danke an alle, die dieses Turnier ermöglichen. Nico (Langmann, Anm.) hat wieder einen großartigen Job gemacht, uns hierher zu bringen. Dieses Turnier ist grandios, wir Spieler fühlen uns hier sehr wertgeschätzt. Hoffentlich können wir das gemeinsam weiter ausbauen. Danke an alle, die heute dabei waren – es war eine Freude, vor euch zu spielen.“
„Playing Ambassador“ Nico Langmann übernahm mit Turnierdirektor Herwig Straka und Turnierbotschafter Thomas Muster die Siegerehrung. „Dieses Finale war die beste Werbung für Rollstuhltennis. Das Niveau war unfassbar, die Leute in der Halle haben lautstark mitgefiebert. Die sportliche Leistung stand im Vordergrund – und genau darum soll es gehen“, so Langmann. Nachsatz: „Wir haben das Rollstuhltennis-Turnier noch einmal auf das nächste Level gehoben. Diese Woche war einfach nur genial!“
Im Rahmen der Siegerehrung gab es für Österreichs Nummer eins im Rollstuhltennis noch eine Überraschung. Peter Bosek, CEO der Erste Group Bank AG, überreichte Langmann für dessen Stiftung einen Spendenscheck in Höhe von 7.000 Euro.
