WTA Wuhan: Tagger unterliegt Bartunkova nach Chancenwucher
Nach fünf vergebenen Satzbällen im ersten Durchgang schaffte die Osttirolerin Lilli Tagger in der Auftakt-Runde des WTA-1000-Turniers in Wuhan gegen Nikola Bartunkova zwar noch den Satzausgleich, musste sich der Tschechin aber dennoch in drei Sätzen geschlagen geben.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
13.10.2026, 11:53 Uhr

Im ersten Aufeinandertreffen auf der Tour sah sich Lilli Tagger in der Auftakt-Runde des WTA-1000-Turniers in Wuhan Nikola Bartunkova gegenüber, die mit der Empfehlung einer Halbfinal-Teilnahme in Peking anreiste und sich dadurch erstmals in die Top 30 der Weltrangliste spielen konnte.
Doch die ÖTV-Spielerin erwischte gegen die bei eigenem Service arg wackelnde Tschechin einen perfekten Start. Nach einem souveränen Aufschlagspiel war die 18-Jährige gleich am Drücker und konnte im vierten Spiel ihre zweite Break-Möglichkeit nutzen. Direkt im Anschluss musste sie zwar ihr Service ohne Punktgewinn abgeben, konnte sich aber im weiteren Verlauf insgesamt fünf Satzbälle erarbeiten. Nachdem sie diese jedoch nicht nutzen konnte, fiel die Entscheidung im Tiebreak, in dem Bartunkova trotz sechs Doppelfehler im gesamten Durchgang die Nase mit 7:4 vorn hatte.
Dennoch blieb Tagger trotz Satzverlust mutig und agierte weiterhin druckvoll. Nach einer schnellen 2:0-Führung dominierte sie weiterhin das Geschehen, konnte ihrer 20-jährigen Gegnerin ein weiteres Mal den Aufschlag abnehmen und fixierte mit ihrem ersten Satzball den Satzgleichstand. Im dritten Akt musste die 18-Jährige gleich ihr erstes Aufschlagspiel abgeben. Zwar erkämpfte sie sich im folgenden Game vier Möglichkeiten zum Re-Break, musste diese aber verstreichen lassen und konnte den folgenden Durchmarsch der nun immer selbstbewuster aufspielenden Bartunkova zum finalen 7:6 (4), 2:6, 6:1-Erfolg nach 2:47 Stunden nicht mehr aufhalten.
In der zweiten Runde bekommt es Bartunkova mit der Italienerin Jasmine Paolini zu tun, die sich gegen das weitere tschechische Talent Sara Bejlek mit 6:3, 6:4 behaupten konnte.
Chwalinska und Shnaider souverän, Cirstea patzt
Sichere Auftakterfolge feierten die French-Open-Finalistin Maja Chwalinska, die sich mit 6:3, 6:2 gegen die Ägypterin Mayar Sherif behaupten konnte, und Diana Shnaider, die sich gegen die Britin Katie Boulter mit 6:3, 6:1 durchsetzen konnte. Die Segel streichen musste dagegen die Rumänin Sorana Cirstea, die sich überraschend der chinesischen Wildcard-Spielerin Hanyu Guo nach souveränem Start und drei vergebenen Matchbällen im Tiebreak des zweiten Durchgangs noch mit 6:1, 6:7 (6), 5:7 geschlagen geben musste.
Hier das Einzel-Tableau aus Wuhan
