Darm & Tennis: Wenn die Nervosität auf den Magen schlägt
Nervosität vor einem wichtigen Match kennen wohl die meisten Tennisspieler. Doch warum kann sich die Anspannung auch auf den Magen-Darm-Trakt auswirken – und was hat die Darm-Hirn-Achse damit zu tun?
von Tennisnet-Redaktion
zuletzt bearbeitet:
10.10.2026, 16:26 Uhr

Noch eine Stunde bis zum Match und plötzlich macht sich die Nervosität auch körperlich bemerkbar. Kein Hunger, ein flaues Gefühl im Magen oder der nächste Gang auf die Toilette. Viele Tennisspieler kennen solche Situationen vor einem wichtigen Match. Und dass sich die Anspannung auch auf die Verdauung auswirken kann, ist kein Zufall.
Denn Gehirn und Darm stehen in ständigem Austausch miteinander. Diese Verbindung wird auch als Darm-Hirn-Achse bezeichnet. Gehirn und Darm kommunizieren über neuronale, hormonelle und immunologische Signalwege miteinander. So können sich Signale aus dem Gehirn auf den Darm auswirken.
Wenn die Nervosität auch die Verdauung beschäftigt
Ein wichtiges Turnier, der entscheidende Mannschaftspunkt oder ein Gegner, gegen den man unbedingt gewinnen möchte: Nervosität gehört zum Tennis dazu.
In solchen Situationen aktiviert der Körper seine Stressreaktion. Dabei spielt auch das autonome Nervensystem eine Rolle, das unter anderem die Verdauung mitsteuert. Das kann erklären, warum der eine vor dem Match kaum etwas essen kann, während beim anderen die Verdauung etwa mit Grummeln oder einem häufigeren Gang auf die Toilette reagiert.
Hilfreich kann deshalb sein, rund um den Spieltag möglichst wenig dem Zufall zu überlassen: vertraute Mahlzeiten, ausreichend Zeit vor dem Match und eine eingespielte Routine. Auch ein paar ruhige Minuten oder bewusstes Atmen können dabei helfen, vor dem ersten Ballwechsel etwas herunterzufahren.
Stress macht auch vor dem Darm nicht Halt
Interessant wird die Verbindung zwischen Stress und Darm aber nicht nur unmittelbar vor einem Match. Vor allem länger anhaltende Belastungsphasen können sich auch auf das Darmmikrobiom und dessen Zusammensetzung auswirken.
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Solche Reaktionen auf die Nervosität vor dem Match lassen sich damit natürlich nicht einfach wegzaubern. Sie zeigen aber, wie eng Gehirn, Darm und Verdauung miteinander verbunden sind und warum es sich lohnt, diesen Zusammenhängen Aufmerksamkeit zu schenken.
Im nächsten Teil unserer Serie „Darm & Tennis“ geht es auf Reisen. Denn ungewohntes Essen, andere Tagesabläufe und viele Stunden unterwegs können auch die Verdauung aus ihrem gewohnten Rhythmus bringen.
