Erste Bank Open: Tiefstapelt sich Daniil Medvedev ins Finale von Wien?
Daniil Medvedev spielt heute ab 15 Uhr gegen Carlos Alcaraz um einen Platz im Endspiel der Erste Bank Open 2026 in Wien. Und sieht sich selbst als klarer Außenseiter.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
30.10.2026, 22:49 Uhr

Am Donnerstag war Daniil Medvedev nach seinem hauchzarten Sieg gegen Cameron Norrie zu Gast im Studio von ServusTV, Thomas Muster war auch da. Was Medvedev dazu verleitete, dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten zu erklären, dass er gegen ihn bei den Wiener Bedingungen anno 2026 mit 1:6 und 1:6 verloren hätte. Der Platz sei extrem langsam, er hätte nicht gewusst, wie er gegen Muster einen Gewinnschlag anbringen sollte.
Am Freitag wiederum ging Medvedev nach dem Erfolg gegen Adrian Mannarino, der vom Ergebnis her eindeutig ausgefallen war, mit sich selbst noch härter ins Gericht. Es sei einfach viel Glück dabei gewesen. Und ab und zu einguter Schlag.
Alcaraz schlägt Medvedev in Indian Wells
Danach ging’s zur kleinen Presserunde, in der Daniil Medvedev seinen heutigen Halbfinal-Gegner Carlos Alcaraz zum ganz klaren Favoriten erklärte. Weil es ja genau die Bedingungen wären, die dem Spanier entgegen kämen. Dabei hat Alcaraz zwar noch keinen Satz abgegeben, aber eben auch nur zwischendurch überzeugt.
Daniil Medvedev kann andererseits für sich einen gewissen Müdigkeitsanspruch erheben. Er ist ja erst am Montag aus Almaty angereist, zwei Tage später in das Turnier eingestiegen. Gegen Norrie sei er nach dem ersten Satz eigentlich schon völlig fertig gewesen, aber irgendwie habe er das Match dann doch herumgerissen.
Die Bilanz gegen Carlos Alcaraz steht bei drei Siegen und sechs Niederlagen. Die letzte Begegnung ist an Medvedev gegangen, und zwar im Halbfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Indian Wells. Wo es ja auch extrem langsam sein soll. Vielleicht geht heute also doch was für den Tiefstapeln Daniil Medvedev.
Hier das Einzel-Tableau in Wien
