Erste Bank Open: Überragender Zverev erteilt Fery die nächste Lehrstunde
Im Viertelfinale der Erste Bank Open in Wien geigte der Hamburger Alexander Zverev als frischgebackene Nr. 1 der Welt im Stile eines Champions auf und demontierte den Briten Arthur Fery im Re-Match des Wimbledon-Halbfinals bei nur zwei abgegebenen Spielen.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
30.10.2026, 19:15 Uhr

Hier das gesamte Match zum Nachlesen im Liveticker
Auszuloten galt es für Alexander Zverev im Viertelfinale der Erste Bank Open, welche Version seines Gegners Arthur Fery sich ihm in der Wiener Stadthallt gegenüberstellen sollte. Neben seinem sensationellen „Ferry-Tail“ in Wimbledon, wo er sich bis ins Halbfinale spielen konnte und dort seinem heutigen Gegner Zverev etwas ausgepowert in drei Sätzen unterlag, konnte sich der Brite beim ATP-250-Turnier in Winston-Salem ins Finale vorspielen. Ansonsten reichte es für den 24-Jährigen seit seinem London-Coup nur zu zwei weiteren Siegen auf der ATP Tour.
Doch vom Start weg demonstrierte Zverev, dass er als frisch gekrönte Nr. 1 der Welt nicht gewillt war, seinen Gegner großartig am Match teilhaben zu lassen. Schon im ersten Game erspielte sich der zweifache Grand-Slam-Sieger zwei laufende Breakchancen und packte mit einem erfolgreichen Vorhand-Passierschlag zu. Auch im nächsten Aufschlagspiel seines Gegners hatte der Hamburger wieder die Zügel in der Hand und erspielte sich mit einem feinen Rückhand-Lob die Doppel-Breakführung. Auch bis zum Satzende war der 29-Jährige nicht zu bremsen, schnappte sich ein weiteres Break und besiegelte anschließend bei eigenem Service den Bagel nach 25 Minuten.
Auch im zweiten Durchgang blieb Zverev weiter der absolute Chef im Ring. Zwar ließ der Olympiasieger von Tokio seinen Gegner nach einer schnellen 2:0-Führung erstmals anschreiben, doch per Smash verschaffte sich der deutsche Davis-Cup-Spieler die Doppel-Break-Führung zum 4:1 und hielt sich auch im weiteren Verlauf bei eigenem Service komplett schadlos. Standesgemäß mit einem Ass besiegelte er den 6:0, 6:2-Erfolg nach 58 Minuten.
Im On-Court-Interview kommentierte der zufriedene Sieger: "Ich habe mich wirklich gut gefühlt, es war einfach ein guter Tag für mich. Ich war nach gestern etwas müde, weil ich vergangene Nacht nicht so viel geschlafen habe. Aber es lief dann doch alles gut."
Im Halbfinale bekommt es Zverev mit dem Sieger des letzten Viertelfinals des Tages zwischen dem an Nr. 5 gesetzten Australier Alex de Minaur und dem Italiener Matteo Berrettini zu tun.
Hier das Einzel-Tableau der Erste Bank Open in Wien
