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Favoriten mit Mühe ins Oktober HTT 500 Achtelfinale

Das Oktober HTT 500 Turnier feiert mit seiner heurigen Ausgabe ein kleines Jubiläum. Der HTT Indoor-...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 10.10.2026, 13:18 Uhr

Das Oktober HTT 500 Turnier feiert mit seiner heurigen Ausgabe ein kleines Jubiläum. Der HTT Indoor-Klassiker im UTC La Ville ist 35 Jahre alt, und mit seiner bunten und von HTT Topstars gespickten Siegerliste, ein maßgeblicher Teil der seit 1990 währenden HTT Historie. Der erste Sieger 1992 war ein gewisser Christian Kainz, der ein Jahr später seinen Titel erfolgreich verteidigte, zu seiner Zeit als echter Hallenspezialist galt, und mit fünf HTT Finals Titeln der Rekordsieger des HTT Saisonfinal-Events ist. Aus der grauen Vergangenheit jetzt aber zur brandaktuellen Gegenwart, wo am gestrigen ersten Spieltag des 35. Oktober HTT 500 Turniers Außenseitersiege zwar ausgeblieben sind, überraschende Resultate aber für einen langen Abend gesorgt haben. Ein Bericht von C.L

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Der Fall Kelo: Mike Juritsch verhindert Debüt eines slowakischen Newcomers

Den Aufreger des Eröffnungs-Spieltages beim 35. Oktober HTT 500 Turnier lieferte aber ein Mann, der als Nummer 2 gesetzt, erst am Samstag Abend seinen Einstand beim 760. HTT Hallenturnier der Geschichte geben wird. US Boy Mike Juritsch war am Freitag Nachmittag wieder einmal höchst investigativ im World Wide Web unterwegs, und hat den Fall “Pavel Kelo” ins Rollen gebracht. Ein 23jähriger Slowake, der auf Vermittlung von Murtaza Radan an diesem Wochenende sein HTT-Debüt feiern wollte, jetzt  allerdings durch die intensiven Juritsch-Recherchen in die Zuschauerrolle gedrängt wurde. Demnach wäre Kelo laut gesammelten Informationen des HTT US-Stars ein Spieler der ITF-Future-Tour, vor wenigen Wochen sogar Sieger über Manuel Lazic gewesen, und aus Sicht von Juritsch ungeeignet, auf der HTT aufschlagen zu dürfen. Juritsch, bekannt dafür, nicht gerade ein Fan von Spielern unter ITN 3 zu sein, und im letzten Jahr auch Wortführer der wenigen Kritiker am Wenzel Graski-Start in HTT Wimbledon, ruderte dann am späteren Abend wieder ein Stück zurück. Er hätte sich beim Sammeln der Informationen ein wenig vertan, und das besagte Match gegen Manuel Lazic wäre eines aus der Jugend gewesen und schon eine Zeit lang her. Tja man kann im Eifer des Gefechts sich schon mal verrennen! Tatsächlich hat besagter Pavel Kelo heuer u.a drei ITF Futures im Balkan-Raum bestritten, und dabei nie die Quali überstanden. Und genau das lässt wieder sehr viel Spielraum für neue Spekulationen offen. Sich bei ITF-Turnieren in der Quali zu probieren, und dort zu scheitern, das haben auch schon Spieler versucht, die dann eigentlich eher perfekt zur HTT gepasst haben. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.

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Aufschlag-Ungeheuer Manuel Plank fordert ehemaligen HTT Ranglisten-Ersten Lukas Planteu

Sportlich hatte der erste Spieltag am Freitag Abend vier Hauptbewerbs-Matches zu bieten, wobei gleich drei davon über die voller Distanz von drei Sätzen gingen. Am Ende hatten sich zwar in allen drei Spielen die Favoriten durchgesetzt, die Knappheit der Resultate überraschte dann aber doch. Zum Beispiel hatte der ehemalige Ranglisten-Erste Lukas Planteu erst nach einem 6:4, 3:6, 6:1 Erfolg über WAC-Spieler Manuel Plank das Achtelfinale beim Oktober HTT 500 Turnier erreicht. Für Insider waren die drei Sätze dieser Auftakt-Partie freilich weniger überraschend, zumal Plank ein harter und vorallem in der Halle auch undankbarer Gegner ist. Der 25jährige gilt als Aufschlag-Ungeheuer, der unter den Dächern des UTC La Ville immer für eine Überraschung gut ist. “Das war eine harte erste Runde”, bekannte Planteu, der im Achtelfinale auf den Sieger des Duells zwischen dem an Nummer 6 gesetzten Aleksandar Jagodic und Mattias Hackensellner treffen wird.

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Wolfgang Wernig wehrt Matchall gegen Julian Schütz ab, und feiert seinen 25. HTT Saison-Einzelsieg

Weiter auf der Erfolgsspur bleibt nach dem ersten Spieltag des 35. Oktober HTT 500 Turniers auch der Kärntner Routinier Wolfgang Wernig. Vor zwei Wochen feierte der 45jährige daheim in der Rosensteingasse seinen Heimsieg beim Oktober HTT 250 Turnier auf Terra Rossa. Ohne zu glänzen, sorgte der Gurktaler für den ersten Heim-Triumph seit 14 Jahren, und schob sich zudem erstmalig in die Top 20 des HTT Computer–Rankings. Am Freitag Abend steuerte Wernig den nächsten Sieg an, wenn auch wenig begeisternd und recht mühevoll. Gegen Jänner-Challenger-Sieger Julian Schütz, verbuchte Wernig mit einem 6:3, 1:6, 7:6 bereits den 25. Saison-Einzelsieg im 40. HTT-Match des Jahres 2026. Dazu ist der Kärntner bereits seit 5 Spielen ungeschlagen, und doch zeigte sich Wernig am Freitag knapp nach 23:15 Uhr und einer dreistündigen Tennisschlacht nicht gerade happy. Der Grund: Der 45jährige hatte im dritten Satz eine 5:1 Führung beinahe noch aus der Hand gegeben, und sah sich nach einem ermüdenden Abnützungskampf gegen Baseline-Läufer Julian Schütz sowie fünf am Stück verlorenen Games, plötzlich in der Entscheidung mit einem 5:6 Rückstand konfrontiert. Noch schlimmer kam es für den Weitensfelder im Tie-Break, wo sein Gegner bei 6:5 nur einen Punkt vom Comeback-Sieg entfernt war. Den Matchball seines Gegners abgewehrt, zog der an Nr. 5 gesetzte Wernig dann aber doch noch am letzten Drücker ins Achtelfinale ein. “So ein Sch….-Sport”, fluchte der Sieger, während der tapfer kämpfend aber letztlich knapp unterlegene Julian Schütz ein etwas sachlicheres erstes Resümee zog. “Der Wolfgang war in den entscheidenden Momenten einfach mutiger und risikobereiter. Von daher hat er es verdient, dieses Match zu gewinnen”.

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Thomas Janzso nach Auftaktsieg unglücklich, und Ferdinand Gulla droht trotz Erstrundenerfolg das vorzeitige Oktober HTT 500 Aus

Eine Runde weiter sind auch Thomas Janzso und Ferdinand Gulla. Und so wie Wolfgang Wernig, war auch Thomas Janzso nach erfolgreich geschlagener Erstrunden-Partie ein Häufchen Elend, das im Foyer des UTC La Ville versuchte, eine Erklärung für eine aus seiner Sicht brutal schwache Darbietung zu finden. Die Leistung nach seinem 6:0, 3:6, 7:6 Erfolg über den jungen Deutschen Jonas Scurtu konnte er sich auch später nicht erklären. “Ich bin mit so viel Vorfreude in dieses Turnier gegangen. Endlich einmal kein Stress, genug Zeit für ein Turnier, noch dazu mit vielen Spielern meines Niveaus, und dann diese Vorstellung heute”, grübelte der 36jährige. Noch bedienter war der unterlegene Jonas Scurtu, der nach 4:3 Führung im Tie-Break keinen Punkt mehr machte, sich nach dem letzten Punkt das T-Shirt vom Leib reißen, und sein Racket malträtieren wollte. Ein paar Frust-Hiebe gegen seine Tennistasche, und dann verschwand der Youngster gruß-, und sprachlos in der kühlen Oktober-Nacht. Souverän mit einem 6:1, 6:1 Erfolg über Murtaza Radan hat sich derweil noch die Nummer 4 des Oktober HTT 500 Turniers Ferdinand Gullla ins Achtelfinale gespielt. Trotzdem droht dem 17jährigen das frühzeitige Aus, hat er doch noch ein anderes Turnier gebucht, wo jetzt massive Terminkollisionen drohen. Mal sehen, wie talentiert der Turnierleiter in Koschabrö ist!

 

 

von Claus Lippert

Samstag
10.10.2026, 12:03 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.10.2026, 13:18 Uhr