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HTT Challenger-Stars drängen in die Marx-Halle

Sie stehen medial betrachtet total im Schatten der großen HTT Stars und jener Asse, die bei der aktu...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 23.10.2026, 18:18 Uhr

Sie stehen medial betrachtet total im Schatten der großen HTT Stars und jener Asse, die bei der aktuell laufenden 12. Ausgabe der HTT Erste Bank Open auf HTT 500er-Ebene für Furore sorgen. Und das, obwohl die Challenger-, und Future-Spieler der Hobbytennistour ausgerechnet dieser Tage mit ausgezeichneten Leistungen glänzen, im EBO-Challenger-Bewerb ein extrem hohes und bislang selten gesehenes Niveau zeigen, und das gesamte Event damit gewaltig aufwerten. Daher ist es nur angebracht und verdient, die HTT Challenger-Stars nach ihrem gestrigen Viertelfinal-Auftritt medial vor der Vorhang zu bitten. Ein Bericht von C.L

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Oliver Fischer steht nach seinem 140. HTT Karriere Einzelsieg so wie 2025 im Semifinale des HTT EBO Challengers

Oliver Fischer gegen Simeon Heim und Leonhard Pflegerl gegen Felix Scurtu, so lauten die Halbfinal-Partien der 12. HTT EBO Challenger Auflage 2026 im UTC La Ville. Bevor am morgigen Samstag Abend in der Marx Halle am #glaubandich-Court der Nachfolger von Jovan Stojanovic ermittelt wird, müssen Fischer & Co am heutigen achten und vorletzten Spieltag  in eingangs erwähnten Vorschluss-Runden-Matches ran. Vier Mann dürfen sich also noch berechtigte Hoffnungen auf den vielleicht wichtigsten und mit Sicherheit prestigeträchtigsten Titel machen, den ein HTT Challenger-Spieler gewinnen kann. Der Mann mit den vielleicht größten Chancen auf diesen so heiß begehrten EBO-Challenger-Turniersieg heißt Oliver Fischer, und der hat am Donnerstag Abend mit einem hart umkämpften 7:6, 4:6, 10:4 Erfolg über Youngster Julian Groll so wie im letzten Jahr das Semifinale des HTT Erste Bank Open Challengers erreicht. Der 53jährige war mit einem Doppel-Break zum 3:0 fulminant in das viertelfinale Generationen-Duell gestartet, und hatte trotz 4:1 und 5:2 Führungen, den ersten Satz erst nach gewonnenem Tie-Break im Sack. Nach rund einer Stunde baute der Routinier in seinem 330. HTT Karriere-Match aber drastisch ab. Körperlich, vorallem aber geistig forderte der intensiv gespielte erste Satz seinen Tribut. Fischers mächtige Vorhand kam seltener, dafür sein 15jähriges Gegenüber immer besser ins Spiel. Der Satzausgleich Grolls kam gar nicht unverdient, und so musste Fischer bei seinem 10. HTT Erste Bank Open Antreten in den Match-Tiebreak. Dort spielte der Oldie dann wieder groß auf, und verwandelte nach 2:15 Stunden Spielzeit eine 6:0 Zwischenführung letztlich in ein souverän erzieltes 10:4, und den 140. HTT Einzelsieg seiner Karriere. Damit steht Fischer zum zweiten Mal nach 2025 nur mehr einen Schritt vor dem großen Finale, und heute Abend gegen Simeon Heim in seinem 18. HTT-Semifinale. “Es war eine schwierige Partie. Nach einer Stunde war ich geistig leer. Aber es hat mächtig Spaß gemacht, erklärte der Sieger, wärend der unterlegene Julian Groll seiner 4:3 Führung im Tie-Break des ersten Satzes nachtrauerte. “Wer weiß wie dieses Match sonst vielleicht ausgegangen wäre”, meinte der 15jährige.

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Ein Gsiberger erobert die Bundeshauptstadt

Ein Vorarlberger erobert dieser Tage die Bundeshauptstadt, und zwar sportlich mit einem Tennisracket in Händen und das bei den HTT Erste Bank Open im Challenger-Bewerb. Die Rede ist natürlich vom 21jährigen Dornbirner Simeon Heim, der am Donnerstag Abend mit einem 7:6, 6:2 Erfolg über die Nummer 1 des Turniers, den routinierten Nordmazedonier Esat Sehi zum ersten Mal in seiner HTT Karriere ein Semifinale erreichte. Heim hätte sich den Donnerstag Abend sogar noch ein Stück einfacher und angenehmer gestalten können, hatte er doch im ersten Satz mit Doppel-Break in Führung liegend, Chance um Chance, sein Aufschlagspiel zum 5:2 durchzubringen. Diese Mission missglückt, musste der Gsiberger den Umweg “Tiebreak” nehmen, den er ohne Zittern mit 7:1 ins Trocckene brachte. Danach ging Heim gelöster an die Sache heran, legte mit einem neuerlichen Doppel-Break den Grundstein zum Sieg, und freute sich am Ende über den bislang größten Erfolg seiner HTT Karriere: “Ich bin mit meinem heute gespielten Niveau über die ganze Partie hinweg sehr zufrieden. Und jetzt voller Fokus auf das Halbfinale gegen Fischer”, so der 21jährige Vorarlberger.

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Leonhard Pflegerl zerlegt erst sein Racket und dann seinen Gegner

Ein heißer Tipp für die Titelvergabe im HTT Erste Bank Open Challenger ist auch Leonhard Pflegerl. Der 17jährige steht ausgerechnet bei seinem 10. HTT-Jubiläums-Turnierstart zum ersten Mal im Semifinale, und das nach einem 2:6, 6:3, 10:4 Erfolg über den an Nr. 2 gesetzten Oberösterreicher Kevin Stitz. Pflegerl kam nur langsam in dieser Partie auf Touren, war im ersten Satz mit dem Tempo des Gegners überfordert, und selbst zudem nicht in der Lage entsprechend Akzente setzen zu können. “So hatte ich zu Beginn des zweiten Satzes auch mit meinen Emotionen zu kämpfen”, umschrieb der sympathische Teenager seinen Ausraster mit zerlegtem Racket beim Stand von 2:0 und vergebenen Spielbällen auf ein beruhigenderes 3:0. Egal, denn ab Satz 2 war auch sein Gegner nicht mehr mental und spielerisch auf jenem Niveau, das es für den Einzug ins Halbfinale dieses wirklich starken HTT 75 Challengers gebraucht hätte. Stitz war dann speziell im Tie-Break viel zu passiv und obendrein zu fehlerhaft unterwegs. Pflegerl genügte in dieser entscheidenden Phase die Vermeidung leichter Fehler, und so holte er mit 10:4 den Champions-Tiebreak und sein damit verbundenes HTT EBO Challenger Halbfinalticket.

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Scurtu & Shubin mit Angsthasentennis

Dort wird es der 17jährige mit Deutschlands letzter Turnierhoffnung, dem erst 14jährigen Felix Scurtu zu tun bekommen. Die Nr. 48 der HTT Computer-Rangliste zitterte sich über zweieinhalb Stunden lang gegen Trainingspartner Savelii Shubin durch ein Match, das insgesamt vieles schuldig blieb. Im ersten Satz, den Shubin glatt mit 6:2 für sich entschied, bekam man als Zuschauer “Schlaftabletten-Tennis” zu sehen. Beide Akteure risikoscheu, beide Spieler hyper-nervös, ein Gemurkse an Tennis war die Folge. Immerhin warf Deutschlands HTT Nachwuchs-Star aber in der Folge seine bekannten Kämpfer-Qualitäten in die Schlacht, mit denen er ein 6:4 und den Match-Tie-Break erzwang. Dort hatten beide Youngsters wieder gestrichen volle Hosen. Shubin agierte mutiger, fabrizierte am Ende aber auch die entscheidenden Fehler, die Scurtu in sein viertes HTT Saison-Halbfinale führten. “Es war fürchterlich. Ich war so nervös wie noch nie”, bestätigte Scurtu.

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von Claus Lippert

Freitag
23.10.2026, 17:03 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.10.2026, 18:18 Uhr