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Julian Jelinek ringt die HTT Nr. 1 nieder

Der Viertelfinaltag der 12. Ausgabe der HTT Erste Bank Open 2026 am gestrigen Mittwoch Abend hatte i...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 22.10.2026, 12:18 Uhr

Der Viertelfinaltag der 12. Ausgabe der HTT Erste Bank Open 2026 am gestrigen Mittwoch Abend hatte in einer Art “Renaissance glorreicher HTT-Zeiten” nicht nur vier hochklassige Matches mit acht großartigen Tennisspielern zu bieten, sondern stellte einmal mehr die mittlerweile bereits legendäre Internationalität der Hobby Tennis Tour unter Beweis. So kamen die acht Viertelfinalisten des 145. HTT Saisonturniers aus sieben verschiedenen Ländern. Wie sich die HTT Stars aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Serbien, Rumänien, Russland und der Slowakei schlugen, und wer es ins Halbfinale der HTT Erste Bank Open 2026 geschafft hat, gibt es im nachfolgenden Bericht von C.L

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Jelinek hindert Roman am siebenten HTT EBO Semifinaleinzug

Rumäniens HTT Superstar Damian Roman ist am Mittwoch Abend nach einer sehr starken Leistung und einer knappen Zweisatz-Niederlage an Julian Jelinek und damit auch an seinem siebenten Halbfinaleinzug bei den HTT Erste Bank Open gescheitert. Der 44jährige, der beim HTT Indoor-Klassiker in der Stadthalle in der Vergangenheit schon zwei Mal triumphieren konnte (2015 und 2021), musste sich am sechsten Spieltag dem comebackenden 2fachen HTT Masters Series 1000 Sieger Julian Jelinek nach einer intensiven und ausgeglichenen Partie mit 5:7, 6:7 geschlagen geben, womit den angepeilte 50. HTT Karriere-Turniersieg weiter auf sich warten lässt. Trotz alledem hielt der Generationen-Schlager zwischen dem 44jährigen Ranglisten-Ersten und seinem 18jährigen Herausforderer auf allen Ebenen, was man sich im Vorfeld von diesem Viertelfinal-Hit erwartet und erhofft hatte. Sowohl spielerisch als auch von der Spannung her, boten Roman und Jelinek fast zweieinhalb Stunden lang ein sehenswertes und über weite Strecken hochklassiges Match, in dem der jüngere der beiden HTT-Stars den besseren Start erwischte. Jelinek gab zwar gleich zwei Mal – nämlich bei 1:0 und bei 5:4 den Vorteil eines geschafften Breaks aus der Hand, schaffte aber nach dem dritten geknackten Service-Game seines Gegners zum 6:5 nach zusätzlich vier vergebenen Satzbällen doch die 1:0 Satzführung. Der zweite nicht minder intensiv geführte Durchgang, in dem Roman weiter überaus aggressiv zur Sache ging, und Jelinek einmal mehr mit irrem Ballgefühl und mega Spielverständnis glänzte, wurde dann beinahe erwartungsgemäß im Tie-Break entschieden. Dort patzte dann ausgerechnet die routinierte Nummer 1 der HTT mit vier leichten Fehlern zu Beginn, und leitete so das am Ende höchst bittere 1:7 Debakel ein. “Es war ein sehr gutes Spiel, das mir extrem viel Spaß gemacht hat. Ich möchte in Zukunft meinen Spielstil ändern, die Ergebnisse in näherer Zukunft sind daher für mich nur zweitrangig”, überraschte Damian Roman am Ende des Tages mit einem interessanten Statement. “Ich war erstaunt über den aggressiven Spielstil von Damian Roman. Im ersten Satz habe ich noch zu viele Eigenfehler gemacht, mit dem Resultat bin ich aber durchaus zufrieden”, urteilte derweil der Sieger.

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Tennis-Juwel Ararat Danilyan bietet HTT French Open Sieger Nicolas Fares lange Zeit die Stirn

Julian Jelinek, der bei seiner bisher einzigen HTT Erste Bank Open Teilnahme 2023 im Achtelfinale an Emanuel Gal gescheitert war, bekommt es nun im Semifinale in einer Neuauflage des heurigen HTT French Open Viertelfinales mit dem französischen HTT Shootingstar Nicolas Fares zu tun, und damit auch die Gelegenheit zur Revanche für die damals recht deutlich ausgefallene 2:6, 3:6 Niederlage. Hoffnung auf ein diesmal besseres Ergebnis darf sich Jelinek nicht nur wegen seines Viertelfinalerfolgs über Damian Roman machen, sondern auch, weil Frankreichs Topstar am Mittwoch Abend im Duell mit Russlands Tennisjuwel Ararat Danilyan ein paar Federn ließ. Noch am Vortag fragten die HTT Medien, wie sich denn der erst 14jährige gegen den amtierenden HTT French Open Gewinner und Dominator der letzten Monate so schlagen werde. Nun die Antwort ist klar. Danilyan sorgte mit seiner gebotenen Top-Performance nicht nur für gute Unterhaltung, sondern für ein lange Zeit offenes Match. Der Teenie aus Russland startete zwar extrem nervös, kassierte drei Breaks und gab den ersten Satz erwartungsgemäß mit 3:6 ab. Danach aber zeigte Danilyan, welch großes Potential er abrufen und auf den Platz bringen kann. Der 14jährige zog im zweiten Durchgang mit 4:1 davon, und nahm dem HTT French Open Sieger den zweiten Satz gar mit 6:3 ab. In der Entscheidung spielte Fares dann seine Klasse & Routine wieder aus, und rückte die Kräfteverhältnisse gegen einen müde wirkenden Danilyan mit einem deutlichen 6:1 wieder zu recht. “Er ist ein sehr guter junger Spieler”, lobte Fares seinen Gegner, der seinerseits seinen Satzgewinn ganz bescheiden mit “das war Glück”, einordnen wollte. Das war es sicher nicht, denn nicht nur Nicolas Fares, sondern auch das Publikum attestierten dem Jungstar eine großartige Leistung.

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Die Enttäuschung des Viertelfinal-Abends – Uros Bigic selbstkritisch und mit dem Wunsch nach einer Frustbewältigungs-Urlaubsreise

Zur großen Enttäuschung des Mittwoch Abends mutierte derweil ein anderer Jungstar, und zwar jener aus Serbien mit dem Namen Uros Bigic. Der 17jährige war nicht nur vor einer Woche beim Oktober HTT 500 Turnier eine Klasse für sich, und auch am Vortag gegen Daniel Blagojevic siegreich geblieben, sondern in absoluter Hochform und mit einer Siegesserie von 7 HTT Matches ohne Niederlage als Geheimfavorit auf den HTT Erste Bank Open Titel 2026 gehandelt worden. Von dieser Rolle ist am Mittwoch Abend nach dem Viertelfinal-Duell mit dem slowakischen Newcomer Pavel Kelo aber nicht viel mehr als ein desaströses Ergebnis übrig geblieben. Nach 44 Minuten und einer extrem schwachen Aufschlagleistung musste Bigic den ersten Satz mit 3:6 abgeben, und machte nebenbei nicht den Eindruck, diese Partie im Kampf um ein HTT Erste Bank Open Halbfinalticket drehen und wenden zu können. Es fehlte neben der Form vorallem an positiver Körpersprache, am Glauben und damit auch an passender Taktik, dem groß aufgeschossenen Slowaken entsprechend Paroli bieten zu können. So war nach einer Stunde und achtzehn Minuten Schicht im Schacht, und der serbische Titelmitfavorit nach einem 3:6, 2:6 aus dem Rennen um das Finale am #glaubandich-Court in der Wiener Marx-Halle. “Ich habe heute gespielt wie ein 12jähriger. Wenn du ohne ersten Aufschlag agierst, kannst Du nichts anderes als so ein Resultat erwarten. Am liebsten würde ich jetzt sofort eine Reise buchen, weg in den Urlaub fliegen um so den Frust nach diesem Spiel zu vergessen”, ging der serbische Ranglisten-Neunte recht hart mit sich selbst ins Gericht.

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Alex Leitgeb mit souveräner Vorstellung gegen Yasin Blickle

Nächster Kelo-Gegner ist ürigens Alex Leitgeb, der das Viertelfinale mit einem souverän herausgespielten 6:3, 6:1 Erfolg über Deutschlands Yasin Blickle erreichte. Der 19jährige dominierte die Partie gegen den Katic-Bezwinger vom ersten Ballwechsel an, und ließ in der knappen Stunde an Spielzeit in keiner Phase Zweifel am Sieger dieser Begegnung aufkommen. Während Blickle vorallem mit vielen Vorhandfehlern zu kämpfen hatte, und der 18jährige Schwarzwälder damit rasch den defensiven Part in diesem Viertelfinale übernehmen musste, agierte Leitgeb gewohnt druckvoll um sich am Ende mit dem zwölften HTT Saisoneinzelsieg zu belohnen. Und sollte sich der HTT Mai Masters Series 1000 Sieger weiterhin so erfolgreich durch das Turnier spielen , dann würde er sich im Falle eines Erfolges am Samstag in der Marx-Halle, auch noch im Kampf um einen Startplatz bei den am 21. November 2026 im UTC La Ville beginnenden HTT Finals zurückmelden.

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von Claus Lippert

Donnerstag
22.10.2026, 11:59 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.10.2026, 12:18 Uhr