Die guten alten HTT-Erste Bank Open Zeiten
Am kommenden Samstag ist es wieder soweit! Österreichs größtes Tennisturnier, die Erste Bank Open öf...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
17.10.2026, 18:18 Uhr
Am kommenden Samstag ist es wieder soweit! Österreichs größtes Tennisturnier, die Erste Bank Open öffnen in der Wiener Stadthalle und der Marxx-Halle für neun Tage lang ihre Pforten für ein 500er-Event der ATP Tour. Mit der designierten Nummer 1 Alexander Zverev, dem 7fachen Grand Slam Sieger Carlos Alcaraz, und insgesamt sechs ATP-Top Ten Spielern, dürfen sich die Tennisfans auf großen Sport in Wien freuen. Bereits eine Woche zuvor und zum bereits 12. Mal seit der Premiere im Jahr 2014, ist am gestrigen Freitag auch der Hobby-Bewerb der Erste Bank Open im UTC La Ville in Szene gegangen. Ein absolutes Saison-Highlight für jeden Hobbyspieler, und ein Turnier mit glorreicher Vergangenheit, das ganz viele Höhepunkte zu bieten hatte, und immer noch wunderbare Erinnerungen bei ganz vielen Spielern hervorruft. Ein Bericht von C.L
Highlights aus den guten alten HTT Erste Bank Open Zeiten
Die älteren Semester pflegen es sehr gerne, das Sprichwort von der guten alten Zeit, in der alles besser war. Da ist natürlich viel Nostalgie dabei, und doch hat dieser Spruch seine Gültigkeit, wenn man die Historie der HTT Erste Bank Open ein bißchen näher betrachtet. Dieses Turnier für Hobbysportler ganz nahe dran an der glitzernden Welt des ATP-Profi-Tennis, und in vielen Momenten der rosigen EBO-Vergangenheit waren die HTT-Spieler nicht nur ganz nahe dran, sondern mitten drin. Wir haben unvergessene Momente erlebt, an die wir uns in diesem Artikel noch einmal mit großer Freude zurückerinnern wollen. Zum Beispiel, als noch in der beim Publikum so heiß geliebten Halle B am Vogelweidplatz gespielt wurde, und der spanische French-Open-Finalist David Ferrer den Jungs beim Finale zusah, und sich danach für Fotos und Autogramme Zeit nahm. Unvergessen war viele Jahre lang auch der Auftritt der Sieger in der großen Halle am Centercourt, als Lukas Prüger & Co vor 6000 Zuschauern bei den Kult-Moderatoren Lukas Schweighofer und Stefan Steinacher zum Siegerinterview antanzten.
HTT Erste Bank Open Sieger im Glanz des VIP-Clubs
Die Sieger der HTT Erste Bank Open fühlten sich wie Topstars der ATP, kein Wunder wenn man sich Bilder zurück in Erinnerung ruft, die die erfolgreichen HTT Asse mit ihren Pokalen beim Schreiben von Autogrammen in der bummvollen Stadthalle zeigen. Und richtig glamourös waren auch die Auftritte der HTT-Stars abseits des Centercourts, wenn sich die Negrins, Romans und Prügers dieser HTT-Welt im Scheinwerferlicht der Vip’s sonnen durften. Wenn die Helden der HTT Erste Bank Open in eigenen Separees im geradezu sensationellen Ambiente des VIP-Bereichs mit eigenem Servier-Personal bei feinsten Speisen und edelsten Getränken ihre Triumphe feierten, dann war der Tennisbreitensport bei Österreichs größtem Tennisturnier nicht nur nahe dran, sondern eben mitten drin. Ja, ja, die guten alten Zeiten eben. Natürlich haben sich die Zeiten geändert. Nichts ist mehr so wie es früher einmal war, und das gilt natürlich auch für die Teilnehmerzahlen dieses prestigeträchtigen Hobbyturniers.
HTT EBO 2026 mit zweitschwächstem Nennergebnis der Open Ära
Es war fast schon ein wenig skurril, als sich am Freitag Abend viele HTT Neulinge und HTT Erste Bank Open Newcomer staunend vor den riesigen, im A1 Format ausgedruckten und ausgehängten Turnier-Rastern drängten, und das Nennergebnis von 115 Teilnehmern aus übrigens 17 verschiedenen Nationen beklatschten. Noch größer war das allgemeine Staunen freilich, als ihnen bekannt gemacht wurde, dass die schicken Tableaus im La Ville-Foyer das zweitschlechteste Nennergebnis der HTT EBO Geschichte abbilden. Nur in der Corona-Saison 2021 waren die HTT EBO mit 107 Startern schwächer besetzt. Von den heute schon oft zitierten guten alten Zeiten mit bombastisch vollen und rekordverdächtigen Turnierrastern ist man anno 2026 meilenweit entfernt. In den 2010er-Jahren war man mit zwischen 170 und 290 Teilnehmern unterwegs, nach Corona war man nie wieder an diese Glanzzeiten herangekommen. Na ja, wie war das noch mit den guten alten Zeiten!
