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Teenager-Festival beim Oktober HTT 500 Turnier

Mit gleich drei 17jährigen sowie einem 15jährigen und dem damit jüngsten Semifinale in der Geschicht...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 12.10.2026, 13:18 Uhr

Mit gleich drei 17jährigen sowie einem 15jährigen und dem damit jüngsten Semifinale in der Geschichte dieses Turniers, tritt das Oktober HTT 500 Turnier am Montag Abend in seine entscheidende Phase ein. Das reine Teenager-Halbfinale bei der 35. Auflage des traditionsreichen Indoor-Klassikers mit einem Durchschnittsalter von 16,5 Jahren, dokumentiert wieder einmal den aktuellen Umbruch auf der HTT und den fortschreitenden Generationswechsel, den Österreichs größte Breitensport-Tennisserie derzeit durchlebt. Auch ohne die absoluten Topstars der Szene sorgt HTT Saisonturnier Nr. 144 also für Schlagzeilen. Ein Bericht von C.L

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Vincent Weinhandl zieht mit souveräner Vorstellung in sein erstes HTT Karriere-Semifinale ein

Hinter der allgemeinen Formulierung der am Montag Abend im UTC La Ville anstehenden Vorschluss-Runde als “Teenager-Semifinale” stecken natürlich auch Personen und Namen, die die Zukunft der HTT prägen könnten. Es sind vier hoffnungsvolle, topmotivierte und in jungen Jahren schon spielstarke junge Kerle, die ihren Weg machen werden, und teilweise bereits mit großartigen Resultaten aufhorchen ließen. So gibt es im Halbfinal-Match der oberen Oktober HTT 500 Tableau-Hälfte beispielsweise das mit großer Vorfreude erwartete Duell zwischen Österreichs Vincent Weinhandl und Serbiens Jungstar Uros Bigic. Erstgenannter stand in seiner noch jungen Laufbahn bereits zwei Mal im Viertelfinale auf Masters Series Ebene, so auch 2024 beim August-1000er, wo er im Achtelfinale seinen heuitigen Gegner in drei knappen Sätzen bezwingen konnte. Sein erstes Halbfinale auf der Tour, fixierte der 17jährige vom Perchtoldsdorfer TK am zurückliegenden Wochenende mit einem mehr als überzeugenden und eigentlich sensationellen Auftritt, bei dem Weinhandl in drei Matches ohne Satzverlust blieb, und der schwerst überforderten Konkurrenz gerade einmal 5 Games zum Trost überließ.

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Bigic locker im Semi, und Yonatan Groysman als heißer Kandidat für den Titel “Aufsteiger des Jahres 2026”

Die erste Bewährungsprobe für Vincent Weinhandl steht am Montag Abend im Halbfinale an, wenn die aktuelle Nr. 147 des HTT Computer-Rankings die Klingen mit HTT Wimbledon-Finalist Uros Bigic kreuzen wird. Der junge Serbe hat sich wie Weinhandl ebenfalls problemlos und mit nur acht abgegebenen Games für sein insgesamt bereits 13. HTT Karriere-Semifinale qualifiziert, und seine Anwartschaft auf den Titel mit einem souveränen 6:2, 6:1 Erfolg im Viertelfinale über den frischgebackenen Oktober HTT 250 Gewinner Wolfgang Wernig untermauert. “Ich spiele dieses Wochenende das Oktober HTT 500 Turnier vorallem um Matchpraxis nach meiner langen Verletzungspause zu sammeln”, wirkte der HTT French Open Finalist von 2025 bei seinem Auftritt an diesem Wochenende locker und gelöst. Zum zweiten Mal in Folge ins Semifinale eines HTT 500 Turniers, hat es derweil der jüngste des halbfinalen Teenager-Quartetts beim Oktober HTT 500 Turnier, der erst 15jährige Israeli Yonatan Groysman geschafft. Der Youngster von TWR Team Donaufeld blieb auf dem Weg unter die letzten Vier ebenfalls makellos, und kegelte nacheinander zwei Gesetzte aus dem Bewerb. Zunächst fügte er seinem neuen Lieblingsgegner, dem an hier an Nr. 2 ins Rennen gegangenen US Boy Mike Juritsch mit 6:2, 7:5, bereits die dritte Niederlage im dritten direkten Duell dieser Saison zu. Im Viertelfinale räumte Groysman mit Serbiens Trivun Djumic dann auch noch die “7” des Oktober HTT 500 Turniers mit 6:3, 6:3 aus dem Weg, wodurch er sich am Abend mit Ferdinand Gulla um den Einzug ins Finale duellieren darf. Sollte Groysman bis zum nahenden Saisonende übrigens so weiter machen, dann wird er wohl ein heißer Kandidat bei der Wahl zum Aufsteiger des Jahres werden. Denn schon jetzt hat sich der 15jährige von Platz Nr. 831 zu Saisonbeginn unter die Top 40 des aktuellen HTT Rankings empor gespielt.

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Als Lukas Planteu die HTT dominierte, und Klein-Ferdi ………….

Neben den drei erwähnten und recht deutlich ausgegangenen Viertelfinal-Begegnungen, gab es am Sonntag Abend aber auch einen packenden und hochklassigen Drittrunden-Fight zwischen dem an Nr. 4 gesetzten Ferdinand Gulla und der ehemaligen Nummer 1 der HTT Lukas Planteu. Ein knapp über zwei Stunden dauernder Generationen-Schlager zwischen dem 45jährigen Planteu und dem 17jährigen HTT Teenie Ferdi Gulla, der mit vielen brillanten Ballwechseln und einem spannenden Spielverlauf überzeugen und begeistern konnte. Faszinierend sind aufgrund der langen HTT Historie auch immer wieder viele Geschichten und Statistiken, die so manche HTT Partie mit sich bringt und bietet. So auch bei der gestrigen Sonntags-Night-Session. Denn als Kärntens HTT Star Lukas Planteu sein HTT Debüt im März 2009 feierte, hatte sein 17jähriger Gegner noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt. Als sich Planteu zu Beginn des Jahres 2011 zum HTT Australian Open Champion kürte, machte Gulla seine ersten selbständigen Gehversuche, und als Planteu die Tour mit seinem HTT-Finals-Triumph und dem Sprung auf Platz 1 des HTT Rankings dominierte, sammelte Klein-Ferdi womöglich gerade seine ersten Kindergarten-Erfahrungen. 15 Jahre später, lieferten sich die beiden ein Viertelfinal-Duelll auf Augenhöhe, in dem Planteu den besseren Start zu verzeichnen hatte.

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Gulla zittert sich trotz 4:0 Führung im dritten Satz ins Oktober HTT 500 Semifinale 2026

Dem 45jährigen gelang zunächst das Break zum 5:4, als er sich beim Versuch, Satz 1 nach Hause zu servieren, das prompte Re-Break einfing. Davon unbeeindruckt, krallte sich Kärntens Topstar die folgenden beiden Games zum 7:5, und sorgte damit auch für allgemeine Überraschung, dass Durchgang Nr. 2 ganz deutlich mit 1:6 an sein Gegenüber ging. Ein alles entscheidender dritter Satz musste her, und diesen hatte zunächst Ferdinand Gulla fest im Griff. Der 17jährige vom ASVÖ SC Wien, spielte sich erneut eine 4:0 Führung heraus, ehe er sich mit einem wackeligen Finish in sein siebentes HTT Karriere-Halbfinale zitterte. Einen Matchball bei 5:2 ausgelassen, ließ er Planteu noch einmal herankommen, ehe er bei 5:4 den Sack zumachen konnte. “Im ersten Satz war Lukas aktiver und vorallem in den entscheidenden Momenten mutiger. Im zweiten Durchgang bin ich lockerer geworden, ich konnte meine Fehlerquote senken und auch von meinem guten Returnspiel profitieren. Am Ende wurde es noch knapp, aber ich bin froh, hier beim Oktober HTT 500 Turnier im Halbfinale zu stehen”, so der Planteu–Bezwinger, der sich auch zum Thema HTT-Finals äußerte. “Wenn eine Finals-Quali funktionieren sollte, wäre das super. Aber ich schaue derzeit eher von Match zu Match als auf das Race to La Ville”, so Gulla.

 

von Claus Lippert

Montag
12.10.2026, 12:36 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.10.2026, 13:18 Uhr