Ist Alcaraz der neue Federer? Neuer Sturm der Begeisterung nach Wien
Carlos Alcaraz begeistert nach seiner Rückkehr auf die ATP-Tour die Zuschauer und hat zuletzt in Wien den nächsten Titel geholt. Starcoach Patrick Mouratoglou zieht nun einen spektakulären Vergleich mit Roger Federer.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
04.11.2026, 11:40 Uhr

Carlos spielt wie Roger? Dieser Vergleich macht dieser Tage in den Social Media vermehrt die Runde. Gemeint ist damit vor allem die offensive Vielseitigkeit der beiden Ausnahmespieler, die mit einem breiten Repertoire an Schlägen jeden Gegner zu überraschen wüssten.
Laut Star-Coach Patrick Mouratglou, der aktuell Stefanos Tsitsipas betreut, gehören Stopps, aggressive Returns und häufige Vorstöße ans Netz ganz natürlich zu Federers und Alcaraz' Spiel dazu. “Zum Glück”, meint Mouratoglou, denn diese Kombination sei auf der Tour selten geworden.
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Unterschiedlicher Bewegungsstil
Einen zentralen Unterschied macht der Franzose dennoch aus: Federer sei in seinen Bewegungen noch flüssiger gewesen und bleibe für ihn der eleganteste Spieler, den es je gegeben habe. Trotzdem würde Alcaraz dasselbe Verständnis wie Federer davon teilen, wie modernes Offensivtennis aussehen sollte: “Man kombiniert kurzerhand verschiedene Spielvarianten, anstatt sich auf ein starres Muster zu verlassen”, erklärt Mouratoglou.
Was die Zahlen sagen
Ob Alcaraz irgendwann auch Federers Erfolge erreichen kann, ist eine andere Frage. Der Schweizer beendete seine Karriere mit 20 Grand-Slam-Titeln, 310 Wochen an der Spitze der Weltrangliste und 28 Masters-1000-Trophäen. Alcaraz steht indes mit 23 Jahren bei sieben Major-Titeln, acht Masters-Siegen und 66 Wochen als Nummer eins. Seit seinem Comeback Ende August nach einer Handgelenksverletzung in Barcelona hat er zudem eine Bilanz von 15 Siegen bei nur zwei Niederlagen vorzuweisen. Mit dem Turniersieg in Wien hat er seine zuletzt starke Form eindrucksvoll bestätigt.
Paris Masters als nächste Bewährungsprobe
In Paris bietet sich Alcaraz nun die Chance auf seinen neunten Masters-Titel. Allerdings ist das Turnier für den Spanier bislang kein gutes Pflaster gewesen. Über das Viertelfinale ist er dort noch nie hinausgekommen. Zum Auftakt wartet nun Aufschlagriese Alex Michelsen auf den Spanier.
Programm nach Paris
Danach stehen für Alcaraz noch die ATP Finals in Turin und das Davis-Cup-Finalturnier in Bologna auf dem Programm. Bei den Finals erreichte er 2025 das Endspiel, musste sich dort aber Jannik Sinner geschlagen geben. Im Davis Cup könnte es am 26. November zum Viertelfinalduell mit Österreich kommen.
Hier das Einzeltableau der Herren in Paris
