Kuikma Padelschläger im Test: Power und Kontrolle im Fokus
Im Sommer hatten Decathlon und tennisnet Padelspieler dazu aufgerufen, die neuen Kuikma-Schläger noch vor dem offiziellen Verkaufsstart zu testen. Sechs Tester erhielten daraufhin die Möglichkeit, die beiden High-End-Modelle über mehrere Trainingseinheiten und teilweise auch unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Getestet wurden der offensiv ausgerichtete Kuikma PR Power Boost und der als Allrounder konzipierte Kuikma PR Hybrid Boost.
von Kathi Heitmann
zuletzt bearbeitet:
30.09.2026, 11:52 Uhr

Acht Padelspieler haben die neuen Kuikma PR Power Boost und PR Hybrid Boost ausführlich getestet. Die Eindrücke fallen dabei unterschiedlich aus – zeigen aber auch deutliche Gemeinsamkeiten. Während der Power Boost vor allem mit einfachem Handling, Kontrolle und direktem Spielgefühl punktet, überzeugt der Hybrid Boost insbesondere durch Präzision, Stabilität und Vielseitigkeit.
Die Tester brachten dabei sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit: vom ambitionierten Hobbyspieler bis zum leistungsorientierten Padelspieler. Genau diese unterschiedlichen Perspektiven machen die Testreihe besonders interessant.
Power Boost: Kontrolle und unkompliziertes Handling
Der Kuikma PR Power Boost konnte insbesondere mit seinem einfachen Handling, der guten Kontrolle und einem direkten Spielgefühl überzeugen. Mehrere Tester hoben hervor, dass sich das Racket leicht manövrieren lässt und auch in hektischen Spielsituationen eine gute Kontrolle ermöglicht.
„Der Ball fühlt sich beim Treffpunkt gut verbunden mit dem Schläger an, lässt sich kontrollieren und geht trotzdem leicht und mit Tempo raus.“ – Mika
Auch bei Volleys und Grundschlägen sammelte der Power Boost viele Pluspunkte. In der Defensive hilft das unkomplizierte Handling dabei, auch unter Druck präzise zu spielen. Beim Thema Power fallen die Einschätzungen etwas unterschiedlicher aus: Während Mika und Robin dem Racket ordentlich Tempo attestieren, empfindet Lukas die Power beim Smash im Vergleich zu seinem bisherigen, kopflastigeren Schläger als etwas geringer.

Hybrid Boost: Präzision und Vielseitigkeit
Der Kuikma PR Hybrid Boost setzt einen etwas anderen Schwerpunkt. Hier steht für mehrere Tester die Kombination aus Kontrolle, Präzision und direktem Feedback im Vordergrund. Besonders bei Grundschlägen und Volleys sowie in den Bereichen Smash, Kontrolle, Stabilität und Speed zeigte der Schläger seine Stärken.
„Die Kontrolle ist unumstritten das Highlight dieses Rackets.“ – Philipp
Adrian hebt dagegen besonders die Kombination aus Power und Kontrolle hervor. Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen, dass der Hybrid Boost aktives Spiel belohnt: Wer selbst mit einem sauberen und dynamischen Schwung für Beschleunigung sorgt, kann das Potenzial des Rackets besser ausschöpfen.
„Besonders positiv sind für mich die Kombination aus Power, Kontrolle und dem guten Feedback im Treffmoment.“ – Adrian
Auch beim Smash sieht Adrian viel Potenzial – vorausgesetzt, der Spieler bringt selbst einen aktiven und sauberen Schwung mit. Nicht optimal getroffene Bälle verzeiht der Schläger seiner Erfahrung nach allerdings weniger.
Besonders spannend ist der Test von tennisnet-Redakteur Jens. Als Hobbyspieler mit etwa einer Padeleinheit pro Woche bringt er eine andere Perspektive als die leistungsorientierten Tester mit.
Für ihn spielt das vergleichsweise geringe Gewicht des Hybrid Boost eine wichtige Rolle. Es macht den Schläger wendig und ermöglicht es, zusätzlich mit dem Handgelenk zu arbeiten. Gleichzeitig geht dadurch aus seiner Sicht etwas Stabilität verloren, insbesondere für Spieler, die schwerere Rackets gewohnt sind.
„Das geringe Gewicht ist gewöhnungsbedürftig. Aber nach ein, zwei Sätzen hat man das auch im Griff.“ – Jens
Damit zeigt der Test sehr deutlich: Ein und dasselbe Racket kann je nach Spielniveau und bisheriger Ausrüstung völlig unterschiedlich wahrgenommen werden. Was der eine als leicht und wendig empfindet, kann für den anderen weniger stabil wirken.

Optik kommt bei beiden Modellen gut an
Bei der Optik herrscht dagegen große Einigkeit. Sowohl Power Boost als auch Hybrid Boost erhalten von den Testern viel Lob.
Der Power Boost fällt mit seiner Metallic-Dunkelblau-Optik und roten Akzenten auf. Mika beschreibt das Design als hochwertig und modern, Lukas hebt ebenfalls die Metallic-Lackierung und die roten Details hervor. Robin wiederum lobt den stabilen und hochwertigen Gesamteindruck.
Der Hybrid Boost setzt mit seinem hellen, matten Design einen anderen Akzent. Philipp hebt insbesondere das salbeigrüne Finish und das holografische Logo hervor. Auch Adrian bescheinigt dem Modell einen modernen und hochwertigen Eindruck.
„Alles in allem ist der Schläger optisch sehr ansprechend. Besonders das Schimmern der Metallic-Lackierung und die roten Akzente gefallen mir sehr gut.“ – Lukas
Bei der Verarbeitung gibt es nur kleinere Kritikpunkte. So wurden vereinzelt Lackabplatzer festgestellt, während auch die Griffstärke unterschiedlich bewertet wurde. Hier zeigt sich einmal mehr, wie stark das persönliche Empfinden von den eigenen Vorlieben und der bisherigen Ausrüstung abhängt.
Fazit
Die Testreihe zeigt, dass beide Kuikma-Modelle unterschiedliche Schwerpunkte setzen:
Der PR Power Boost steht für
- unkompliziertes Handling
- Kontrolle und
- eine gute Mischung aus Tempo und Fehlerverzeihung.
Der PR Hybrid Boost richtet sich stärker an Spieler, die Wert auf
- Präzision
- direktes Feedback und
- aktives Spiel legen.
Welches Racket besser zum eigenen Spiel passt, hängt daher vor allem von Spielstil, Technik und persönlichen Vorlieben ab. Die Testreihe zeigt jedoch deutlich: Beide Modelle konnten die Tester mit ihren jeweiligen Stärken überzeugen und bieten unterschiedliche Ansätze für das Spiel auf dem Padelplatz.
