US Open: Eine Wildcard, aber keine Extrawürste für Stan Wawrinka
Stan Wawrinka ist spät, aber doch in New York City eingetroffen. Und könnte in der zweiten Runde der US Open 2026 auf seinen Finalgegner von vor zehn Jahren treffen: Novak Djokovic.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
29.08.2026, 13:35 Uhr

Stan Wawrinka hat sich in den sozialen Medien am Donnerstag noch einmal bei der Fluggesellschaft seines Vertrauens bedankt, die Anreise ist gemäß der geposteten Bilder äußerst entspannt verlaufen. Aber wie man weiß. Ist der Anflug nach New York ja nur der eine Teil, danach heißt es noch, bei der Passkontrolle vorstellig zu werden. Und da hat man aus nächster Nähe noch einmal gesehen, dass Stan ein Mann des Volkes ist. Denn Sonderbehandlung hat der dreimalige Grand-Slam-Champion keine bekommen, Wawrinka hat sich (wie ein paar Meter vor ihm übrigens auch Tomas Berdych) in die Warteschlange gestellt.
Die Wildcard für den Sieger der US Open von 2016 ist bekanntlich erst spät zustande gekommen, dem unglücklichen Patrick Kypson ist es zu verdanken, dass Stan Wawrinka vor seinem Karriere-Ende nun doch noch ein Major spielen darf. Netterweise gegen Matteo Berrettini, mit dem er sich schon in Wimbledon duelliert hatte (mit dem besseren Ende für den Italiener).
Djokovic wartet auf den Sieger zwischen Berrettini und Wawrinka
Im Falle eines Sieges würde wohl eine noch spannendere Aufgabe warten, nämlich Novak Djokovic. Gegen eben den hat Wawrinka vor zehn Jahren ja in Flushing Meadows das Endspiel gewonnen.
Den Freitag hat der 41-jährige Schweizer naturgemäß zum Training genutzt, auf der anderen Seite des Netzes hat Luciano Darderi Gas gegeben. Den letzten Matchsieg hat Wawrinka übrigens 2023 gefeiert, da schlug er in Runde zwei den Argentinier Tomas Martin Etcheverry. Im Anschluss nahm er Jannik Sinner immerhin noch einen Satz ab. Gegen Berrettini ist die Ausgangslage offen: Denn in genanntem Match in Wimbledon wurden vier Tiebreaks ausgetragen. Und auch wenn der Italiener drei davon gewann, war ein Weiterkommen Wawrinkas keineswegs ausgeschlossen.
Hier das Einzel-Tableau in New York
