"Viel zu verbessern" - Rafael Jodar will nach steilem Aufstieg noch mehr
Rafael Jodar gehört zu den großen Entdeckungen der ATP Tour im jahr 2026. Beim Masters in Shanghai lässt der junge Spanier durchblicken, dass es nicht bei dieser einen herausragenden Saison bleiben soll.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
16.10.2026, 17:13 Uhr

“Ich bin sehr zufrieden, wie diese Saison läuft”, äußerte Rafael Jodar nach seinem Halbfinaleinzug gegen Casper Ruud beim ATP Masters in Shanghai am Mikrofon. Der 20-Jährige spielt am Samstag zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem Halbfinale auf 1000er-Level und unterstreicht damit einmal mehr sein herausragendes Level in dieser Saison.
Im Januar ging Rafael Jodar auf Platz 165 in das neue Jahr und spielte in Canberra auf der Challenger Tour das erste Turnier. Der Shootingstar hätte wohl selbst nicht geglaubt, dass es auch das letzte Challenger-Event in diesem Jahr sein wird, welches der Madrilene als aktiver Teilnehmer besuchen muss.
Erster Tourtitel im März
Denn nach dem Erreichen der zweiten Runde als Qualifikant bei den Australien Open und weiteren Hauptfeldteilnahmen bei 250er-Events, einem 500er und den beiden Masters in Miami und Indian Wells, ging in Marrakesch in der letzten Märzwoche der Stern von Jodar richtig auf. Gegen Marco Trungelliti gelang direkt im ersten Endspiel auf höchsten Tourlevel auch der Titel.
Seitdem etablierte sich Jodar mit stets konstanten Leistungen nicht nur auf der Tour, sondern drang bis auf den elften Platz in der ATP-Weltrangliste vor. Doch damit will sich der Shootingstar nicht zufrieden geben: “Es gibt noch sehr viel zu verbessern. Aber das ist sehr gut, denn das bedeutet, dass ich ein noch besserer Tennisspieler werden kann.” Das beinhaltet das klare Ziel, dass es weiter in Richtung Weltspitze gehen soll.
Kann Jodar 2027 die Leistungen bestätigen?
Mit dem aktuellen Selbstvertrauen ist schwer vorstellbar, dass genau das nicht passieren wird. Spannend wird es erst dann, wenn Rafael Jodar die ersten sportlichen Rückschläge verkraften muss. Denn schon in der kommenden Saison ändern sich für den Jungprofi die Vorzeichen, der dann erstmals Punkte verteidigen muss und damit im ATP-Ranking abfallen könnte.
Sicherlich sind das keine Gedanken, die Rafael Jodar aktuell beschäftigen. Denn die aktuelle Saison dauert noch einige Woche an und dort möchte Jodar sein “Bestes geben”, um die Saison eventuell noch in den Top Ten abzuschließen. Auch im Rennen um einen der acht besten Plätze im “Race to Turin” stehen die Chancen mit Rang neun noch gut, um das Jahr mit einer Teilnahme bei den ATP Finals zu krönen.
Rafael Jodar, der oftmals noch durch sein Verhalten in die Kritik gerät, wird das Jahr 2026 schon mit derzeitigem Stand als besonders in Erinnerung behalten. Egal, was in Zukunft alles passieren wird.
