Alejandro Davidovich Fokina: Eine lang erwartete Krönung, die niemand erwartet hat
Mit seinem ersten Masters-Titel der Karriere hat Alejandro Davidovich Fokina den nächsten Sprung gemacht. Dabei verlief das Endspiel gegen Landsmann Rafael Jodar fast wie eine Blaupause seiner bisherigen Laufbahn.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
19.10.2026, 07:34 Uhr

Als Alejandro Davidovich Fokina am Sonntag in Shanghai nach fast zweieinhalb Stunden den finalen Punkt im Endspiel gegen Rafael Jodar gewann, merkte man dem Spanier die Erleichterung an, die mit diesem Erfolg verbunden ist. Nach Satzrückstand und einem zurückliegenden Break im zweiten Satz war das pendel eiegntlich schon deutlich in Richtung Jodar ausgeschlagen, doch der spätere Sieger legte ein grandioses Comeback hin.
Einst als großes Talent gehandelt, konnte “Foki”die hohen Erwartungen nie ganz erfüllen. Umso bedeutender war nun der Erfolg beim ATP Masters. “Ich weiß gerade nicht, was ich sagen oder fühlen soll”, kommentierte der 27-Jährige seinen Coup. Erst in diesem Jahr gewann Davidovich Fokina seinen ersten Titel auf der ATP Tour auf Mallorca und legte mit der Trophäe in Chengdu vor drei Wochen nach. genau dafür gibt es wohl die bezeichnung des berühmten “geplatzen Knotens”. Der ging beim nun dreimaligen ATP-Titelträger in dieser Saison auf, zuvor gab es übrigens fünf Niederlagen bei fünf Endspielteilnahmen.
Neues Karrierehoch in kommender Woche
Der Verlauf des Endspiel ist also auch ein wenig als Blaupause für die Karriere des Iberer zu bewerten. Immer wieder zeigte Alejandro Davidovich Fokina in einzelnen Matches, welch großes Potenzial in 1.83 Meter großen Profi steckt. Bereits 2021 ging es bis ins Viertelfinale der French Open. Die damalige Dreisatzniederlage gegen Alexander Zverev war die bis heute einzige Teilnahme bei einem Grand-Slam-Event.
Auch auf eine Top-Ten-Platzierung wartet der in Malaga Geborene bis heute. Mit seinem Triumph in Shanghai hat sich die Aussicht auf das baldige Gelingen zumindest verbessert. Mit Platz 13 feiert der frischgebackene Titelträger ein neues Karrierehoch. Die bisherige beste Platzierung lag im vergangenen Jahr bei Rang 14.
Verletzungen verhinderten eine US-Open-Teilnahme
Seitdem hatte Davidovich Fokina einige Hürden zu bewältigen. Verletzungen stoppten im Jahresverlauf die Teilnahme bei einigen Turnieren. Nach seiner Teilnahme in Umag im Juli folgte eine zweimonatige Pause. Ohne US-Open-Teilnahme, aber dafür mit Titel beim Comeback in Chengdu ging es erst vor einigen Wochen zurück auf die Tour. Ein Comeback, dass nun die Pionte gefunden hat.
“Das war defintiv kein einfaches Jahr. Ich kann gar nicht beschreiben, wie dankbar ich bin”, äußerte sich der Masterssieger in Richtung seines Teams. Mit seinen engsten Vertrauten kann der erfahrene Profi nun den größten Triumph feiern und anschließend neue Pläne schmieden.
