ATP Almaty: Daniil Medvedev dreht Finale gegen Basilashvili
Nach knapp verlorenem ersten Durchgang übernahm der topgesetzte Titelverteidiger Daniil Medvedev im Finale des ATP-250-Turniers in Almaty gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili immer mehr das Ruder, fixierte mit dem Dreisatz-Erfolg seinen vierten Saisontitel und machte damit einen großen Schritt in Richtung Qualifikation für die ATP Finals in Turin.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
25.10.2026, 13:13 Uhr

Viel weiter kann die formelle Spannbreite bei einer Finalansetzung mit dem Top-Favoriten des Turniers und einem Qualifikanten kaum sein, wie beim ATP-Turnier in Almaty. Doch dass der Georgier Nikoloz Basilashvili, der bereits auf Platz 16 in der Weltrangliste stand, keinen „normalen“ Qualifikanten darstellte, sollte Daniil Medvedev vom Start weg zu spüren bekommen.
Zwar erspielte sich der ehemalige Weltranglistenerste bei ausgeglichenem Spielverlauf die ersten zwei Breakchancen, konnte diese aber nicht nutzen. Im weiteren Verlauf zeigte sich auch der 34-jährige Basilashvili immer gefährlicher, erspielte sich bei 6:5 seinerseits zwei Möglichkeiten in Form zweier Satzbälle, musste diese aber ebenfalls verstreichen lassen. Auch im Tiebreak agierten beide Protagonisten auf Augenhöhe, ehe Medvedev beim Stand von 6:7 nach starkem Aufschlag etwas zu passiv agierte, was Basilashvili mit einem krachenden Rückhand-Cross-Winner zum Gewinn des ersten Durchgangs quittierte.
Doch die Freude von Basilashvili über die Satzführung währte nicht lange. Mit einem krachenden Vorhand-Return-Winner erspielte sich Medvedev eine schnelle 2:0-Führung und dominierte fortan das Geschehen mit seinem sicheren Grundlinienspiel. Nachdem der Russe nur ein Spiel abgeben musste, besiegelte er zum Abschluss mit drei Assen in Folge den Satzausgleich.
Auch im dritten Akt blieb der 30-jährige Medvedev weiter am Drücker, erspielte sich im dritten Game drei laufende Breakchancen und packte bei der zweiten Gelegenheit konsequent zu. Bei eigenem Service musste er nur einmal, ohne zugelassene Break-Möglichkeit, über Einstand gehen, zeigte sich anschließend aber weiterhin unverwundbar. Beim Stand von 5:3 erarbeitete sich der Weltanglisten-5.bei Aufschlag seines Gegners insgesamt drei Matchbälle, triumphierte nach 1:51 Stunden mit 6:7 (6), 6:1, 6:3 und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr.
Im Anschluss an das Match kommentierte Medvedev im On-Court-Interview: “Auch im ersten Satz hatte ich meine Chancen, deshalb habe ich immer an meinen Erfolg geglaubt und bin einfach nur glücklich, dass ich den Titel in dieser tollen Stadt verteidigen konnte.”
Mit dem Erfolg in der ehemaligen kasachischen Hauptstadt feierte der US-Open-Champion von 2021 seinen vierten Saisontitel, untermauerte damit Position 5 in der Weltrangliste und rückte im Race to Turin als Nr. 6 auf 20 Punkte an den Italiener Flavio Cobolli heran.
Hier das Einzel-Tableau aus Almaty
