Daniil Medvedev über Alcaraz und Sinner: "Das sind Freaks"

Daniil Medvedev sieht durch Carlos Alcaraz und Jannik Sinner dauerhaft die beiden ersten Weltranglistenplätze belegt, wenn beide Stars hundertprozentig fit sind. Doch das hält den ehemaligen US-Open-Champion nicht davon ab, es immer wieder gegen die beiden Ausnahmekönner zu versuchen.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 24.10.2026, 21:08 Uhr

Daniil Medvedev sieht Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als nahezu unbezwingbar.
© Getty Images
Daniil Medvedev sieht Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als nahezu unbezwingbar.

Daniil Medvedev hat bisher eine gute Woche in Almaty verbracht. Am Sonntag kann die Titelverteidigung gelingen. In einer Pressekonferenz im Rahmen des ATP-250er-Events in Kasachstan, fragte eine Person nach Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. Ob es möglich sei an den beiden Spielern in der Weltrangliste auf Dauer vorbeiziehen zu können. Medvedev beantwortete die Frage deutlich.

“Das sind Freaks, aber im positiven Sinn”, entgegnete Medvedev augenzwinkernd und begründete seine Bewertung. “Sie beherrschen Dinge, die anderen nicht gelingen. Wenn sie fit sind, haben sie das ganze Jahr über bewiesen, dass sie die Nummer eins und die Nummer zwei der Welt sind, in welcher Reihenfolge auch immer.”

Medvedev wird es “immer wieder versuchen”

In diesem Jahr mussten Alcaraz und Sinner immer wieder verletzungsbedingt auf Teilnahmen bei den großen Events verzichten. Alexander Zverev nutzte diese Phase mit seinen Titeln in Paris und bei den US Open gleich doppelt. Für Medvedev ist das ein normaler Teil des Weettbewerbs: “Es ist Teil des Spiels, gesund zu bleiben und das war in diesem Jahr bei ihnen nicht der Fall.”

Der Weltranglistenfünfte hat gegen Jannik Sinner mit sieben Siegen bei zehn Niederlage eine der besten Bilanzen aller Profis gegen den Südtiroler. Allerdings datieren sechs Siege aus den ersten sechs Duellen. Gegen Carlos Alcaraz stehen sechs Niederlagen bei drei Siegen für Medvedev gegenüber, der jedoch nicht auf die Bilanz schaut: “Wenn man oft gegen Alcaraz und Sinner spielt, wird man wahrscheinlich häufiger verlieren, als man gewinnt. Aber wenn man es schafft, zwei von zehn Partien zu gewinnen oder drei, vielleicht sogar vier oder fünf von zehn, dann versucht man es eben.”

Daniil Medvedev hat in dieser Saison bewiesen, das Selbstzweifel auch gegen die Topspieler nicht aufkommen müssen. Der 30-Jährige schob sich in diesem Jahr wieder bis auf den fünften Rang in der ATP-Weltrangliste und gehört nun selbst wieder zu den Spielern, die sich in Lauerstellung befinden, wenn die beiden Topstars nicht in bester Verfassung sind.

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Sonntag
25.10.2026, 11:20 Uhr
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