ATP: Halys als Einhorn - und als Plädoyer für kleinere Doppelfelder?

Quentin Halys steht im Einzel und Doppel unter den besten 50 der entsprechenden Ranglisten. Und ist damit alleine auf weiter Flur.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 08.11.2026, 18:10 Uhr

Quentin Halys mit Pierre-Hugues Herbert in Paris
© Getty Images
Quentin Halys mit Pierre-Hugues Herbert in Paris

Credits gehen zunächst einmal an Ben Rothenberg, den immer umtriebigen Journalisten, der so weit über den Tellerrand hinausblickt wie wenige andere. Der aber auch richtig nerdig sein kann - auf eine gute Art und Weise. Jedenfalls hat Rothenberg nun Folgendes eruiert: Quentin Halys wird mit seinem Erfolg beim ATP-Masters-1000-Turnier in Paris an der Seite von Pierre-Hugues Herbert unter die 50 besten Doppelspieler einziehen.

Im Einzel ist Halys ebenfalls in diesen Regionen angesiedelt. Und selbst wenn man noch 200 weitere Plätze nach hinten geht, wird man keinen Top-50-Doppelspieler in den Einzel-Rankings finden. Das ist genau die Bestätigung dafür, warum Andrea Gaudenzi und die ATP die Teilnehmerfelder in den Paarlauf-Wettbewerben reduzieren wollen: Weil der Glamour der großen Namen fehlt.

Siniakova als Ausnahmekönnerin

Bei den Frauen sieht es ganz anders aus: Man schaue nur an die Spitze: Unter den Top 20 finden sich mit Katerina Siniakova, Taylor Townsend, Elise Mertens, Diana Shnaider und Jelena Ostapenko fünf Spielerinnen, die auch im Single um Titel mitspielen. Und überhaupt Siniakova: Die dominierende Doppel-Spielerin unserer Zeit hat ja zuletzt erst das Einzel-Championat in Osaka geholt. Und im Laufe der Saison sechs große Titel im Doppel gefeiert, darunter jene in Roland-Garros und bei den US Open.

Immerhin kann Quentin Halys in der laufenden Saison auch auf Erfolge in beiden Disziplinen verweisen: Der Franzose hat schließlich im Sommer bei den Generali Open in Kitzbühel erstmals als Turniersieger angeschrieben.

von Jens Huiber

Sonntag
08.11.2026, 20:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.11.2026, 18:10 Uhr