ATP-Masters Paris: Alcaraz revanchiert sich bei Shelton mit Titeldebüt
In einem hartumkämpften und stets unterhaltsamen Finale besiegte der Spanier Carlos Alcaraz beim ATP-Masters-Turnier in Paris Ben Shelton in zwei engen Sätzen, triumphierte damit zum ersten Mal beim 1000er-Event in der französischen Hauptstadt und revanchierte sich damit beim US-Amerikaner für die bei den US Open erlittene Niederlage.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
08.11.2026, 17:32 Uhr

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Eigentlich sollte der an Nr. 2 gesetzte Carlos Alcaraz leicht favorisiert ins Endspiel des ATP-Masters-Turnier in Paris gehen, schließlich führte der Spanier den direkten Vergleich gegen den an Position 3 geführten Ben Shelton mit 3:1 an. Doch bekanntlich hinterlässt gerade der letzte Eindruck oft nachhaltige Spuren und den konnte der US-Amerikaner bei den US Open in einem spektakulären Fünfsatz-Thriller für sich entscheiden. Eher für Außenstehende dürfte die Tatsache etwas Würze in die Partie gebracht haben, dass sich Shelton zur nächsten Saison mit dem langjährigen Alcaraz-Coach Juan Carlos Ferrero in seinem Trainer-Team verstärken wird.
Nach erstem Abtasten nahm die Partie zügig Fahrt auf. Im vierten Game erspielte sich der 24-jährige Shelton mit seinem mutigen Spiel drei laufende Break-Möglichkeiten und anschließend noch eine weitere, die der ein Jahr jüngere Alcaraz jedoch allesamt mit seiner Intensität vereiteln konnte. Im siebten Spiel war der spanische Weltranglisten-3. am Drücker, konnte aber seinerseits zwei laufende Breakchancen nicht nutzen, da sich Shelton weiterhin für seine spektakulären Netzausflüge belohnte. In Game Nr. 8 musste Carlitos erneut zwei laufende Breakbälle abwehren, ehe es anschließend ohne weitere Chancen für den jeweiligen Rückschläger in den Tiebreak ging, wo das Momentum mehrfach wechselte. Schließlich erspielte sich Alcaraz mit einem sehenswerten Rückhand-Drive-Volley zwei laufende Satzbälle, hatte dann etwas Pech mit der Netzkante, ehe er den ersten Durchgang durch eine unsauber getroffene Vorhand seines Gegners für sich verbuchen konnte.
Auch im zweiten Akt war es Shelton, der im fünften Spiel bei Unterstützung von zwei Doppelfehlern seines Gegners die ersten Breakchance erhielt und diese durch einen Rahmentreffer von Alcaraz bei der Vorhand nutzen konnte. Doch auch Alcaraz ließ sich im Folgegame nicht lange bitten, erspielte sich mit sehenswerten Passierschlägen zwei laufende Break-Möglichkeiten und packte ebenfalls gleich zu. Auch beim Stand von 6:5 zeigte sich der Weltranglisten-3. bei Aufschlag seines Gegners präsent, erkämpfte sich zwei laufende Matchbälle und vollendete bei der zweiten Möglichkeit mit einem clever erspielten Rückhand-Gewinnschlag aus dem Halbfeld zum finalen 7:6 (5), 7:5-Erfolg nach knapp zwei Stunden.
Damit feierte Alcaraz seinen ersten Titelgewinn beim ATP-Masters-Turnier in Paris und neben seinen sieben Grand-Slam-Titeln den insgesamt neunten 1000er-Titel. In der Weltrangliste verbleibt der Spanier dennoch weiterhin hinter Alexander Zverev und Jannik Sinner auf Rang 3. Finalgegner Shelton bekleidet weiterhin Postion 4.
Hier das Einzel-Tableau aus Paris
