David Ferrer steigt wohl als Coach bei Casper Ruud ein

Wie Eurosport Spanien berichtet, wird der ehemalige Weltranglisten-3. David Ferrer zum Start der kommenden Saison ins Coaching-Team des Norwegers Casper Ruud dazustoßen.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 08.11.2026, 09:59 Uhr

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Nach seinem Engagement bei Alexander Zverev während der Corona-Zeit wird David Ferrer zur neuen Saison Casper Ruud auf der Tour betreuen.

Eigentlich sollte ein Halbfinale bei einem ATP-Masters-Turnier die vollste Aufmerksamkeit der weltweiten Tennis-Community hervorrufen. Doch beim letzten 1000er-Event der Saison in Paris kam während der Partie zwischen Casper Ruud und Carlos Alcaraz die Meldung von Eurosport Spanien über den Ticker, dass der Norweger sein Coaching-Team zur nächsten Saison um den ehemaligen Weltranglisten-3. David Ferrer erweitern würde.

Nachdem der aktuelle spanische Davis-Cup-Teamchef die Beendigung seiner Tätigkeit nach dem diesjährigen Finalturnier in Bologna bekanntgab, rankten sich schon die Gerüchte über eine Rückkehr des 44-jährigen Ferrer als Coach auf der ATP-Tour. Spekuliert wurde gar die Betreuung seiner Landsleute Carlos Alcaraz, der nach seiner Trennung von Juan Carlos Ferrero diese Position nicht nachbesetzte und weiterhin nur mit dem damals ebenfalls schon im Team befindlichen Samuel Lopez zusammenarbeitet, oder Rafael Jodar, der bislang weiterhin „nur“ exklusiv von seinem Vater Rafael Sr. trainiert wird.

Umso überraschender, dass die Wahl von Ferrer nun auf den dreifachen Grand-Slam-Finalisten Casper Ruud fiel. Doch bei näherer Betrachtung macht dieses Setup durchaus Sinn. Da der 27-jährige Ruud viele Jahre in der Rafa-Nadal-Academy auf Mallorca trainierte, kann Ferrer dem deshalb gut spanisch sprechenden Norweger die Details auch in seiner Landessprache vermitteln. Zudem ging der Spanier in seiner aktiven Karriere ebenfalls den Weg vom Sandplatz-Spezialisten zum kompletten Weltklassespieler. 

Als Referenz seiner Tätigkeit als Tour-Coach hat Ferrer bislang die Zusammenarbeit mit Alexander Zverev vom Juli 2020 bis zum Januar 2021 zu bieten. Nach erfolgreichem Start mit dem Erreichen des Endspiels bei den US Open 2020 machte der Spanier jedoch während der Corona-Zeit einen Rückzieher, da er abstelle des großen Reiseaufwands lieber mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. 

Für Ruud war diese Saison bislang eher durchwachsen. Nachdem die ehemalige Nr. 2 der Welt im vergangenen Jahr in Madrid immerhin noch seinen ersten Masters-Titel einfahren konnte, rutschte er gegen Ende dieser Spielzeit aus den Top 10 heraus und hält aktuell im Ranking, ohne diesjährigen Titelgewinn, auf Position 23. Auch wenn die künftige Rolle seines Vaters Christian Ruud nicht thematisiert wurde, ist von einem Verbleib des ehemaligen Weltklassespielers im Coaching-Team auszugehen. 

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08.11.2026, 08:41 Uhr
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