ATP: Jetzt ist Daniil Medvedev wirklich „nur“ noch gewöhnlich

Daniil Medvedev kann keinen seiner Titel verteidigen? Auch dieser Mythos ist seit gestern Geschichte.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 26.10.2026, 07:03 Uhr

Daniil Medvedev ist mittlerweile wieder alles zuzutrauen
© Getty Images
Daniil Medvedev ist mittlerweile wieder alles zuzutrauen

Dubai wollen wir noch mal außen vorlassen: Da konnte Tallon Griekspoor ja nicht zum Endspiel gegen Daniil Medvedev antreten. Wer weiß, vielleicht hätte der Niederländer ja verhindert, dass Medvedev erstmals in seiner Karriere an ein und demselben Ort zweimal einen Titel holt. In Dubai hatte der Russe ja schon 2023 zugeschlagen.

Der Coup in dieser Saison war also nicht einmal mit ganz großer Fantasie eine „Titelverteidigung“. Daran war Daniil Medvedev bei 21 Versuchen zerschellt. Seit gestern weiß der geneigte Tennisfreund indes: Nicht einmal auf diese Statistik ist Verlass. Denn nach dem 6:7 (5), 6:1 und 6.3 gegen Nikoloz Basilashvili durfte Daniil Medvedev zum zweiten Mal in Folge die Siegertrophäe in Almaty in die Höhe stemmen. Was insofern erstaunlich ist, weil Meddy sich in der Endphase des Tiebreaks im ersten Satzes zwei Fehler leistete, die im Normalfall schwere Materialtests nach sich gezogen hätten. Stattdessen blieb Medvedev dermaßen die Ruhe selbst, als wäre er ein Wiedergänger von Björn Borg.

Medvedev in die Hall of Fame?

Und so sind es nun insgesamt 25 Championships, die sich der mittlerweile 30-Jährige in seiner Karriere gutschreiben hat lassen. Darunter der größte Triumph 2021 bei den US Open, darüber hinaus hat Daniil Medvedev aber auch bei den ATP Finals 2020 und bei mehreren Masters-1000-Events triumphiert. Das sieht schon sehr verdächtig nach einer Eintrittskarte in die Hall of Fame aus. Zumal Medvedev ja auch schon an der Spitze der ATP-Charts seine Aufwartung machte.

2026 wird er nun mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wieder nach Turin reisen dürfen. Davor gibt es noch Zwischenstopps in Paris und zuvor in Wien. Beide Turniere hat Medvedev schon gewonnen. Und nachdem man sich auf nichts mehr verlassen kann, ist ihm das auch aktuell absolut zuzutrauen.

von Jens Huiber

Montag
26.10.2026, 10:53 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.10.2026, 07:03 Uhr