Davis Cup: Wer geht für die Titelverteidiger in die Bütt?
Italien hat die letzten drei Ausgaben des Davis Cups für sich entscheiden können. Muss bei der anstehenden Endrunde aber erneut auf Jannik Sinner verzichten. Vielleicht auch auf Flavio Cobolli?
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
08.10.2026, 17:21 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Sowohl Flavio Cobolli wie auch Lorenzo Musetti stehen mit Zahlen in Klammern im Tableau des ATP-Masters-1000-Turniers in Shanghai vermerkt, sind also gesetzt. Dasselbe gilt für Luciano Darderi. Mit anderen Worten: es steht trotz der verletzungsbedingt Absenz von Jannik Sinner nicht schlecht um das italienische Tennis. Und damit um die Chancen auf einen neuerlichen Erfolg im Davis Cup, der Ende November im Final Eight in Bologna vergeben wird.
Im vergangenen Jahr war ja Cobolli vorausgegangen, hatte die heimischen Fans begeistert - was aber im selben Maße auch für Matteo Berrettini gegolten hat. Letzterer ist natürlich auch immer ein Option für Kapitän Filippo Volandri - auch wenn Berrettini schon bessere Spielzeiten hinter sich hat als die aktuelle.
Cobolli auf Kurs ATP Finals
Was allerdings auch für Lorenzo Musetti gilt, der in Shanghai antritt, obwohl er einen kleine Fraktur im kleinen Finger seiner Schlaghand aufgerissen hat. Vor knapp zwölf Monaten verzichtete Musetti auf ein Antreten im Nationaltrikot, er beendete seine Saison nach der erstmaligen Teilnahme an den ATP Finals. In dieser Hinsicht sieht es für Flavio Cobolli aktuell ja auch bestens aus: Der French-Open-Finalist rangiert auf Position fünf im Race to Turin. Aber macht Cobolli dann vielleicht auch früher Schluss?
Das Los hat es mit der Equipe von Volandri jedenfalls recht gut gemeint: Es geht zu Beginn gegen die Außenseiter aus Südkorea, danach warten wohl die starken Tschechen, die aber erst einmal gegen Kanada gewinnen müssen. Erst im Endspiel könnte es ein Treffen mit den Deutschen um Alexander Zverev oder den Spaniern mit wahrscheinlich Carlos Alcaraz geben.
