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Erste Bank Open: Alexander Zverev - Warnschuss in Richtung Großbritannien

Der glatte Erfolg von Alexander Zverev gegen Arthur Fery bei den Erste Bank Open in Wien ist auch eine Zeichen in Richtung Davis-Cup-Endrunde in Bologna.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 31.10.2026, 08:10 Uhr

Dem Vernehmen nach ist Arthur Fery nicht ganz fit in die gestrige Begegnung mit Alexander Zverev in der Wiener Stadthalle gegangen. Aber wer ist das schon zu diesem Zeitpunkt des Tennisjahres? Gut: Vielleicht Carlos Alcaraz, der unfreiwillig mehrere Monate pausieren musste. Aber ansonsten quälen fast alle Spieler kleinere oder größere Wehwehchen.

Zverev jedenfalls hat sich nicht lange mit Fery aufgehalten, das 6:0 und 6:2 hat lediglich 58 Minuten in Anspruch genommen. Da dauert eine durchschnittliche Session im Mario-Kart-Renner dieser Tage länger. Zverev hat sich mit seinem Team da ja fast täglich Rennen geliefert, die deutlich spannender waren als das Aufeinandertreffen mit der britischen Nummer eins.

Niederlage gegen Zverev eingepreist

Apropos: Zverev gegen Fery, diese Partie wird es aller Voraussicht nach auch am 26. November 2026 in Bologna geben. Da trifft das deutsche Davis-Cup-Team nämlich auf Großbritannien. Und sollte Cameron Norrie nicht ein unglaubliches Turnier beim letzten 1000er der Saison in Paris hinzaubern, dann wird Fery sich gegen Zverev die nächste Packung abholen.

Jetzt könnte man von Seiten des Teams von Leon Smith natürlich argumentieren, dass eine Niederlage gegen Alexander Zverev ohnehin eingepreist ist. Muss halt Cameron Norrie gegen Jan-Lennard Struff gewinnen. Und dann Henry Patten und Neal Skupski den entscheidenden dritten Punkt holen. Aber das ist angesichts der laufenden Woche auch eine sehr optimistische Annahme.

Krawietz und Pütz in besserer Form

Gut: Norrie hat sich gegen Daniil Medvedev in Wien wacker geschlagen. Und musste sich erst im Tiebreak des dritten Satzes geschlagen geben. Aber Jan-Lennard Struff hat seine gute Form aus Brüssel, wo er erst im Endspiel gegen Tallon Griekspoor verloren hat, nach Basel mitgebracht. Und steht dort im Halbfinale - auch mit einem Sieg gegen Novak Djokovic. 

Und im Paarlauf sind wohl auch Kevin Krawietz und Tim Pütz zu favorisieren. Die beiden stehen nämlich in Basel in der Vorschlussrunde. Patten und Skupski dagegen mussten sich gestern aus Wien verabschieden. Zwar mit unterschiedlichen Partnern, aber eben doch.

von Jens Huiber

Samstag
31.10.2026, 09:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 31.10.2026, 08:10 Uhr