Erste Bank Open: Carlos Alcaraz in Österreich - da ist noch Luft nach oben!
Carlos Alcaraz wird ab dem 26. Oktober 2026 bei den Erste Bank Open in Wien erst sein drittes Turnier in Österreich bestreiten. Nach fünf Jahren Pause. Titel kann der Spanier noch keinen vorweisen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
16.10.2026, 19:23 Uhr

Der erste Eindruck, den die österreichischen Tennisfans auf der ATP-Tour von Carlos Alcaraz gewinnen konnten, war ein bleibender: Alcaraz kam im Sommer 2021 direkt aus Umag zu den Generali Open nach Kitzbühel, seinen ersten Titel im Gepäck - und den rechten Schlagarm ganz dick einbandagiert. Es sollte nur ein einziger Auftritt in der Gamsstadt werden, denn Alcaraz unterlag Alexander Erler gleich zum Auftakt in Runde eins.
Ein paar Monate später gastierte Alcaraz dann bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle, zum bislang letzten Mal auf rot-weiß-rotem Boden. Da lief es für Carlitos schon deutlich besser, vor allem der fulminante Viertelfinal-Erfolg gegen Matteo Berrettini ist in Erinnerung geblieben. Danach war allerdings gegen Alexander Zverev ziemlich schmucklos Schluss.
Ein erneutes Treffen zwischen Alcaraz und Zverev in Wien, das würde Veranstalter Herwig Straka jederzeit nehmen. Denn das könnte anno 2026 ja erst im Endspiel stattfinden. Straka hat die Gunst der Verschiebung des „Six Kings Slam“ genutzt, Carlos Alcaraz also zum zweiten Mal nach Wien gelotst. Mit großer Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit und auch ein bisschen Kleingeld, wie Straka selbst erklärte.
Alcaraz zuletzt mit dem Titel in Tokio
Der Herbst ist für Carlos Alcaraz ja zumeist schwierig gewesen, einmal abgesehen von den beiden Titeln in Tokio 2025 und in diesem Jahr. Gut, im vergangenen Jahr erreichte der Spanier auch das Endspiel der ATP Finals, verlor dieses gegen Jannik Sinner, den er in Wien gewissermaßen ersetzt (das „Kleingeld“ wurde ja erst durch die Absage Sinners frei). Aber diese Saison verlud bekanntlich ein bisschen anders, Alcaraz musste zwischen April und Ende August verletzungsbedingt pausieren. Und könnte frischer in die noch anstehenden Turniere in den Hallen von Wien, Paris und Turin starten.
Und vielleicht ja auch im Davis Cup. Da könnte Alcaraz seine nächsten österreichischen Erfahrungen sammeln, denn die Spanier wurden ja beim Finalturnier in Bologna gegen das Team von Jürgen Melzer gelost.
