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Ist Sinner, Alcaraz oder doch Zverev der Beste? Ferrero hat eine klare Antwort

Juan Carlos Ferrero bereitet sich aktuell auf seine Rückkehr als Trainer auf die ATP-Tour vor. Vor der Frage, ob Jannik Sinner, Carlos Alcaraz oder vielleicht doch Alexander Zverev aktuell der beste Spieler sei, scheut er jedenfalls nicht zurück.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 07.10.2026, 17:56 Uhr

Carlos Alcaraz (li.) und Jannik Sinner (re.)
© Getty Images
Carlos Alcaraz (li.) und Jannik Sinner (re.)

Juan Carlos Ferrero und Carlos Alcaraz beendeten ihre Zusammenarbeit im Dezember 2025 nach einer außergewöhnlich erfolgreichen gemeinsamen Zeit. Seit 2018 hatte der Spanier die Entwicklung des damals 15-Jährigen begleitet. Aus der gemeinsamen Ära stammen 24 ATP-Titel und sechs Grand-Slam-Titel. Nach der Trennung übernahm Samuel Lopez die Position des Cheftrainers von Carlos Alcaraz.

Ferrero schwärmt von Sinner und verteidigt Zverev

In einem Interview mit Punto de Break äußerte sich Ferrero nun zur Frage, wer in der bisherigen Saison seiner Meinung nach die herausragendste Leistung geboten habe. Zwar wollte sich Ferrero zunächst nicht auf einen Spieler festlegen, er konnte seine Bewunderung für Jannik Sinner aber dennoch nicht verhehlen. Was der Italiener seit Jahresbeginn vor allem im Hinblick auf Masters-1000-Titel erreicht habe, sei „wirklich bemerkenswert“. Den Career Slam von Alcaraz in Australien überging Ferrero wohlweislich.

Dass Alexander Zverev 2026 als einziger Spieler zwei Grand Slam-Titel gewinnen konnte, macht ihn offensichtlich in Ferreros Augen auch nicht zum besten Spieler der Saison. Ferrero nahm Zverev dafür aber gegen die Kritik in Schutz, seine Erfolge seien nur deshalb möglich gewesen, weil Sinner und Alcaraz bei wichtigen Turnieren fehlten. Zverev habe schließlich über Jahre gegen beide gespielt und sei ihnen dabei „immer sehr nah“ gekommen. Laut Ferreros Einschätzung könnte das gewachsene Selbstvertrauen Zverev nun helfen, künftig auf Augenhöhe mit den beiden Topstars zu spielen.

Alcaraz oder Sinner? Ferrero entscheidet sich überraschend

Noch interessanter wurde es, als Ferrero gefragt wurde, wer für ihn generell der bessere Spieler sei: Alcaraz oder Sinner. Seine Antwort dürfte zumindest bei Alcaraz-Fans für Stirnrunzeln sorgen, denn Ferrero trennte seine persönliche Einschätzung von der statistischen Bilanz. Wenn es nach seinem „Herzen“ ginge, würde er sich für Alcaraz entscheiden, erklärte der Spanier. Wenn es allerdings um die nackten Zahlen gehe, müsse die Wahl auf Sinner fallen.

Das ist bemerkenswert, schließlich ist es Ferrero zu großen Teilen zu verdanken, dass Alcaraz als Teenager zum Grand-Slam-Champion und zur jüngsten Nummer eins der Tennisgeschichte wurde. Zudem hat Alcaraz inzwischen sieben Grand-Slam-Titel gewonnen, während Sinner bei fünf steht. Und selbst im Head-to-Head führt Alcaraz mit 10:7 gegen Sinner. Es bleibt abzuwarten, ob Ferreros Urteil Staub aufwirbeln wird oder ob es etwa gar mit seinem nächsten Coaching-Gig zusammenhängt. Denn die Frage, ob Darren Cahill nächstes Jahr als Sinners Coach weitermacht oder wen Ferrero nächstes Jahr zu coachen gedenkt, ist nach wie vor nicht geklärt.

www.youtube.com/shorts/04R5-X5VV04

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
07.10.2026, 19:01 Uhr
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