Paris Masters: Kleines Favoritensterben - Medvedev, de Minaur und Tiafoe früh raus
Nach dem großen Favoritenaus von Alexander Zverev erwischt es beim Masters in Paris auch weitere prominente Namen: Daniil Medvedev, Alex de Minaur und Frances Tiafoe müssen bereits im Sechzehntelfinale die Koffer packen.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
04.11.2026, 17:05 Uhr

Daniil Medvedev galt nach seinen jüngsten Auftritten durchaus als Kandidat für eine lange Woche in Paris. Der an Nummer vier gesetzte Russe hatte zuletzt Halbfinale in Wien, Shanghai und Peking erreicht und in Almaty sowie Hangzhou sogar den Titel geholt.
Gegen den Peruaner Ignacio Buse war davon heute allerdings wenig zu sehen. Medvedev unterlag glatt mit 4:6, 4:6 und verabschiedete sich überraschend früh aus dem Turnier. Besonders pikant: Der Russe hatte sich in der Vergangenheit immer wieder über langsame Hartplätze beschwert und schnelle Beläge gefordert. Paris schien ihm heuer genau diese Bedingungen zu bieten, doch nutzen konnte er sie leider nicht.
De Minaur ohne Wien-Form
Auch Alex de Minaur konnte seine starke Form aus Wien nicht nach Paris mitnehmen. Dort hatte sich der Australier erst im Finale Carlos Alcaraz geschlagen geben müssen. Gegen den Argentinier Tomas Etcheverry fand er nun jedoch nicht zu seinem gewohnten Rhythmus. Nach einem hart umkämpften ersten Satz, den Etcheverry im Tiebreak für sich entschied, setzte sich der Südamerikaner im zweiten Durchgang mit 6:3 durch.
Tiafoe verpasst den Befreiungsschlag
Frances Tiafoe hatte sich für das Masters in Paris einiges vorgenommen, doch auch für den US-Amerikaner ist das Turnier bereits beendet. Gegen den Franzosen Quentin Halys entwickelte sich ein wechselhaftes Match. Tiafoe verlor den ersten Satz mit 3:6, kämpfte sich mit einem deutlichen 6:1 zurück und musste die Entscheidung schließlich im Tiebreak des dritten Satzes hinnehmen. Halys behielt dort die Nerven und machte mit 7:6 den Überraschungserfolg perfekt.
Paris verliert weitere große Namen
Nachdem auch Alexander Zverev überraschend gegen Lorenzo Musetti ausgeschieden ist, sind bereits mehrere prominente Spieler früh aus dem Tableau verschwunden. Für die verbliebenen Titelkandidaten öffnet sich dadurch eine interessante Perspektive. Der Weg durch das Tableau wird zumindest auf dem Papier etwas leichter. Doch die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass in Paris derzeit auch vermeintliche Außenseiter für böse Überraschungen sorgen können.
Hier das Einzeltableau der Herren in Paris
