12.839 Tage nach Becker: Zverev offiziell die Nummer eins
Es ist offiziell: Alexander Zverev ist die neue Nummer eins der Welt.
von SID/red.
zuletzt bearbeitet:
02.11.2026, 09:38 Uhr

Am frühen Montagmorgen war es dann auch endgültig offiziell: Alexander Zverev ist Weltranglistenerster. Die ATP wies den Hamburger in ihrem Ranking für die Woche ab dem 2. November erstmals als Nummer eins aus. Genau 12.839 Tage nach Boris Beckers letztem Tag an der Weltspitze am 8. September 1991 sitzt damit wieder ein Deutscher auf dem Tennis-Thron.
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) würdigte die Leistung seines Aushängeschildes. "Heute ist ein historischer Tag für das deutsche Tennis. Sascha hat sich diesen Platz an der Spitze der Weltrangliste mit außergewöhnlicher Beharrlichkeit und harter Arbeit verdient", sagte Präsident Dietloff von Arnim: "Sascha ist momentan der beste Tennisspieler der Welt, und darauf sind wir als DTB unglaublich stolz. Er gehört zu den herausragenden deutschen Einzelsportlern unserer Zeit. Diese Leistung verdient höchste Anerkennung."
Zverev lässt Sinner und Alcaraz hinter sich
Zverev kommt seit Montag auf 9550 Punkte, 100 mehr als der bisherige Spitzenreiter Jannik Sinner, der verletzungsbedingt seit seinem Wimbledonsieg im Juli nicht mehr gespielt hat. Als Dritter weist der Spanier Carlos Alcaraz (6100) großen Rückstand auf. Er kann erst im Sommer 2027 stark aufholen - dann hat er bis zu den US Open keine Punkte zu verteidigen, da er 2026 zu diesem Zeitpunkt verletzt ausfiel.
Becker hielt die Nummer eins in zwei Etappen zwischen Januar und September 1991 zwölf Wochen lang. Dies wird Zverev mit großer Sicherheit übertreffen, selbst wenn er bei den Australian Open im Januar früh scheitern sollte. Sinner war im Vorjahr Sieger des Masters in Paris, bei dem er nun fehlt. Auch bei den ATP-Finals triumphierte er und erreichte in Melbourne das Halbfinale. Der Italiener könnte also noch reichlich Punkte verlieren.
Rybakina bei den Frauen vorne
Deutsche Nummer zwei im ATP-Ranking ist Jan-Lennard Struff, der sich durch seinen Halbfinal-Einzug in Basel um acht Plätze auf Rang 39 verbesserte.
Das WTA-Ranking führt weiter die Kasachin Elena Rybakina an, die das Jahr auch als Nummer eins der Welt abschließen wird. Beste Deutsche ist Tamara Korpatsch auf Platz 61.
Der Stand in der ATP-Weltrangliste
