Alex de Minaur fordert Änderungen bei Aufschlag-Regeln
Nach den Beschwerden zahlreicher Spieler bzgl. dem langanhaltenden Ballprellen zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag fordert Alex de Minaur diesbezüglich die Einführung einer zusätzlichen Shot-Clock und würde auch den Ballwurf auf einen einzigen Versuch begrenzen. Vollste Zustimmung erhält er dabei auch von Brad Gilbert.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
13.10.2026, 16:59 Uhr

Nicht gerade als großer Lautsprecher gilt Alex de Minaur unter den Tennisprofis. Auf dem Platz überzeugt der Australier stets mit allergrößtem Einsatz, abseits des Courts nimmt man ihn eher als entspannten und ruhigen Vertreter der Gilde wahr.
Nachdem sich gerade bei den Matches von Alexander Zverev bei den US Open unter anderem der Halbfinalgegner Karen Khachanov und Finalist Ben Shelton über das langanhaltende Ballauftippen des kommenden Weltranglistenersten zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag mokiert hatten, meldete sich nun auch der 27-jährige De Minaur diesbezüglich zu Wort.
So stimmte er während des Turniers in Shanghai in die Forderung mit ein, dass auch für die Phase zwischen dem ersten und dem zweiten Aufschlag eine Shot-Clock mit einer weiteren Zeitbegrenzung eingeführt werden soll. Bislang ist dies nur zwischen den Ballwechseln vor dem ersten Aufschlag der Fall.
Ebenso ist dem Weltranglisten-9. auch das Abbrechen der Aufschlagbewegung nach dem Ballwurf ein Dorn im Auge. So vertritt der australische Davis-Cup-Spieler die Auffassung, dass man pro Aufschlag nur einen Versuch des Ballwurfs hat und dieser dann auch auszuführen ist. Ansonsten wäre dieser Aufschlag als Fehlversuch zu werten.
Unterstützung erhält De Minaur auch von einer Spieler- bzw. Trainerlegende. Der US-Amerikaner Brad Gilbert, der es in seiner aktiven Zeit bis auf Platz 4 in der Weltrangliste schaffte und Spieler:innen wie Andre Agassi und Coco Gauff als Coach zu Grand-Slam-Ehren führte: „Er hat zu 1000 Prozent recht. Ich sage seit 40 Jahren, dass es lächerlich ist, den Ball beim Aufschlag beliebig oft neu werfen zu dürfen.“
In Punkto Spielfluss ist die Argumentation von De Minaur und Gilbert absolut nachvollziehbar. Dennoch dürfte es gerade bei Outdoor-Matches, wo ja überwiegend gespielt wird, spannend bleiben, wenn äußere Einflüsse wie ein plötzlich auftretender Windstoß den Aufschlagversuch mehr oder weniger verunmöglichen.
