ATP Basel: Steht der finanzielle Aufwand im Verhältnis zum sportlichen Ertrag?
Das ATP-500er-Turnier in Basel stand in der vergangenen Woche im Schatten des gleichzeitigen Events in der Wiener Stadthalle. Das sieht auch der Turnierveranstalter so, obwohl das Budget sogar dreimal so hoch ist, wie das in Wien.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
03.11.2026, 17:32 Uhr

Mit Valentin Vacherot und Jiri Lehecka sahen die Tennisfans in Basel am vergangenen Sonntag ein Endspiel, dass nicht zum Traumfinale des Veranstalters gehörte. Turnier-Präsident Roger Brennwald gibt im Nachgang des Turniers zu, dass in diesem Jahr nicht alles rund lief. Vor allem der finanzielle Aufwand macht dem Organisator zu schaffen.
Höhepunkte hatte die Woche in der schweizerischen Grenzstadt in der vergangenen Woche jedoch einige zu bieten. Die kurzfristige Zusage von Novak Djokovic besorgte dem Veranstalter eine volle Halle. Das letzte Karrierematch von Stan Wawrinka sorgte zudem für ein emotionales Highlight. Doch Brennwald stellt sich nach der Woche offen die Frage, ob das alles das Budget von über 20 Millionen Euro rechtfertigt.
Wien überzeugte mehr Topspieler
Denn das 500er-Turnier in Wien hat sich in den letzten Jahren als das stets besser besetzte Event durchgesetzt. Dabei liegen die finanziellen Aufwendungen in der Hauptstadt Österreichs lediglich bei unter einem Drittel des Gesamtbudgets des Turniers in Basel, wie Brennwald der Schweizer Tageszeitung BLICK verraten hat.
In Wien schlugen insgesamt sechs aktuelle Top-Ten-Spieler in der zurückliegenden Turnierwoche auf. Mit Alexander Zverev und Carlos Alcaraz zudem die beiden aktuell größten verfügbaren Namen auf der Tour. In Basel waren lediglich Ben Shelton und Arthur Fils aus der Top-Ten-Riege vertreten. Kein Wunder also, dass auf der Turnierdirektionsebene in Basel über Möglichkeiten nach Einsparungen nachgedacht wird.
Auch wenn die hohen Ausgaben in diesem Jahr mit vielen festen Verpflichtungen für das Turnier zusammenhingen, wo sicherlich Einsparungspotenzial vorhanden ist, so lässt Roger Brennwald diesen Punkt jedoch nicht alleine gelten. Denn die Veranstalter investierten auch viel Geld in andere Bereiche, was sich in dem „Hochpreisland Schweiz“ finanziell anders darstellt als in den umliegenden Nachbarländern. Trotz aller Bedenken ist festzuhalten: Dem Event geht es insgesamt gut und der Wettbewerb mit Wien ist sicherlich ein guter Anreiz, um das eigene Turnier weiterhin zu verbessern.
