Nummer eins mit 29 Jahren: Alexander Zverev der Zweitälteste bei der Premiere
Seit Montag führt Alexander Zverev die ATP-Weltrangliste erstmals in seiner Karriere an. Mit 29 Jahren gehört der Deutsche damit zu den ältesten Spielern, die erstmals die Spitze des Rankings erklimmen konnten. Nur ein Australier liegt vor dem derzeitigen besten Profi der Welt.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
03.11.2026, 14:34 Uhr

Der der Start in die Woche von Paris hatte einen entspannten Termin am gestrigen Montag für Alexander Zverev parat. Die Organisatoren des ATP-1000-Masters-Turniers nahmen zusammen mit ATP-Chef Andrea Gaudenzi eine kleine Ehrung auf dem Center Court des Events vor. Es war der erste Tag als Nummer eins der Welt des seit September zweifachen Grand-Slam-Siegers. Und daher gab es für Alexander Zverev am Montagabend die Trophäe für die Nummer eins.
Alexander Zverev ist nicht nur auf Grund seiner eigenen Geschichte eine besondere Nummer eins der ATP-Weltrangliste. Historisch betrachtet ist der gebürtige Hamburger sogar der zweitälteste Spieler, der erstmalig den Platz an der Sonne erklimmen konnte. Vor ihm steht nur John Newcombe, der in seiner ersten Woche als Nummer eins der Welt 30 Jahre und elf Tage alt gewesen ist. Zverev ist nun mit 29 Lebensjahren 196 Tagen die Nummer eins geworden.
Zverev sogar vor Andy Murray
Jedoch haben beide Spieler unterschiedliche Voraussetzungen gehabt. Im Gegensatz zu Alexander Zverev hatte John Newcombe allerdings in jungen Jahren auch keine Chance auf die Spitze im ATP-Ranking, denn dieses wurde erst 1973 offiziell eingeführt. Der Australier erspielte die Eins ca. ein Jahr später im Juni 1974. Zuvor gewann der siebenfache Grand-Slam-Sieger in den zurückliegenden Monaten neun Turniere, darunter auch die US Open im vorherigen Jahr. Insgesamt sammelte Newcombe im Herbst seiner Karriere 32 ATP-Titel.
Hinter Alexander Zverev auf Platz drei der ältesten Spieler bei der Premiere als Weltranglistenerster steht übrigens Andy Murray. Der Brite war nur 20 Tage jünger beim Erklimmen der ersten Weltranglistenposition vor ziemlich genau zehn Jahren. Murray hatte dabei mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic mit ganz anderen Widerständen in seiner Karriere zu kämpfen.
Alexander Zverev hat also defintiv einen historischen Schritt vollzogen und krönt damit endgültig das Jahr 2026, welches die letzten Zweifel an einer erfolgreichen Karriere auch bei den Kritikern beseitigen sollte. Genießen darf der frischgebackene “Einser” seine Leistung auch direkt für einige Wochen, denn Zverev wird defintiv zu Beginn der neuen Saison das Ranking noch anführen. Und damit länger als John Newcombe, der damals insgesamt für acht Wochen von der Spitze der ATP-Weltrangliste grüßen durfte.
