Die WTA-Ladies fahren in Wuhan auf der letzten Rille

Das letzte WTA-1000er-Turnier der Saison ist durch Absagen arg gebeutelt. Angeführt von der Branchenführerin Elena Rybakina konnten insgesamt 10 Spielerinnen aus den Top 25 nicht im chinesischen Wuhan antreten, wodurch die Diskussion um einen zu vollen Terminkalender neu befeuert werden dürfte.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 13.10.2026, 15:12 Uhr

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Die Weltranglistenerste Elena Rybakina führt die Absageflut beim 1000er-Event in Wuhan an.

Wohl jeder Veranstalter eines WTA-500er-Events würde als Starterinnenfeld mit Kusshand die Liste der Spielerinnen übernehmen, die aus verschiedenen Gründen für das 1000er-Event in Wuhan passen mussten. Insgesamt zehn von den aktuell besten 25 Spielerinnen der Welt konnten aus unterschiedlichen Gründen die Reise in die chinesische Millionen-Metropole nicht antreten.

Besonders schmerzt natürlich beim Turnier, das für die Spielerinnen eigentlich verpflichtend zu spielen ist, die Absage der Weltranglistenersten Elena Rybakina. Die Kasachin kämpfte schon vor ihrem Triumph bei den US Open mit einer Fußverletzung und zog nach der überraschenden Auftakt-Niederlage bei den China Open gegen die für Armenien startende Alina Charaeva erst einmal den Stecker. 

Aufgrund von Erschöpfung zur Einlegung einer mentalen Auszeit sagten die US-Amerikanerin Coco Gauff, die sich in Peking im Match gegen die junge Chinesin Xinran Sun sogar Rassismus-Vorwürfen stellen musste und anschließend gegen die Belgierin Elise Mertens verlor, und Mirra Andreeva ab, die nach ihrem Finaleinzug in der chinesischen Hauptstadt ihre Turnierplanung änderte. Als vierte Top-10-Spielerin hatte bereits die Wimbledonsiegerin Linda Noskova aus Tschechien aufgrund einer Verletzung an der linken Wade das Turnier gecancelt.

Bereits schon länger stand das Nichtantreten der zweimaligen Grand-Slam-Finalistin Amanda Anisimova aus den USA und der kanadischen Tennishoffnung Victoria Mboko fest, die ihre Saison verletzungsbedingt bereits vorzeitig beendet hatten. Mit der US-Amerikanerin Madison Keys, die sich beim Kochen die Hand verbrannt hatte, und der Japanerin Naomi Osaka, die an einer Bauchmuskelverletzung leidet, mussten auch zwei Grand-Slam-Championessen passen.

Absolut nachvollziehbar, wenn auch für das heimische Publikum schade, ist natürlich die Absage der chinesischen Olympiasiegerin Qinwen Zhang, die sich nach einer verletzungsbedingt schwierigen Saison eindrucksvoll mit dem Titel beim 1000er-Event in Peking zurückmelden konnte und deshalb noch nicht für einen direkten Turnierstart danach bereit war. 

Auch die für Österreich startende Anastasia Potapova als Nr. 26 und Emma Navarro aus den USA als 27 im WTA-Ranking sind nicht in Wuhan vertreten. Immerhin scheint die WTA auf die Entwicklung schon mal etwas zu reagieren und hat für die kommende Spielzeit die verpflichtende Teilnahme der Spielerinnen bei 500er-Events von sechs auf vier reduziert. Bleibt zu hoffen, dass sich so eine Absageflut bei einem 1000er künftig nicht wiederholt.

Hier das Einzel-Tableau aus Wuhan

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Osaka Naomi
Cori Gauff
Keys Madison
Rybakina Elena
Zheng Qinwen
Noskova Linda
Andreeva Mirra
Potapova Anastasia
Charaeva Alina
Anisimova Amanda
Navarro Emma
Mboko Victoria
Mertens Elise
Sun Xinran

von Dietmar Kaspar

Dienstag
13.10.2026, 18:37 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.10.2026, 15:12 Uhr

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