"Keinerlei Wut": Diese Konsequenzen hat die Disqualifikation für Daniil Medvedev
Daniil Medvedev wurde im Peking-Halbfinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert. Das hat für den Russen weitreichende Folgen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
06.10.2026, 14:49 Uhr

Kurz nach seiner Disqualifikation im Halbfinale gegen Novak Djokovic hat sich Daniil Medvedev selbst zu seinem Blackout in Peking geäußert. “Zunächst einmal tut mir der Zuschauer furchtbar leid”, sagte der US-Open-Sieger von 2021 gegenüber Medienvertretern. “Ich versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, falls er das möchte.”
Offenbar konnte sich Medvedev noch am Montag beim betroffenen Zuschauer entschuldigen. Das berichtete der renommierte Journalist Jon Wertheim auf X. “Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht”, hatte Medvedev zuvor gemeint. Berichten zufolge soll sich der Zuschauer, der vom Russen im Krankenhaus offenbar besucht wurde, nicht verletzt haben.
Die Aktion selbst bezeichnete Medvedev als “hundertprozentigen Unfall”. “Man sieht, dass in diesem Moment keinerlei Wut vorhanden ist. Es gibt auch keine besondere Frustration”, schilderte der 30-Jährige seine Sicht der Dinge. Er habe versucht, den Ball wegzuschlagen, damit dieser nicht aus dem Spielfeld fliegt. “Als ich sah, was passiert ist, habe ich mich schrecklich gefühlt.”
Im Rennen um Turin könnte die Disqualifikation entscheidend werden
Schon in der Vergangenheit fiel Medvedev immer wieder mit Ausrastern aus. “Ich mache eine Menge schlimmer Sachen, aber normalerweise ist ‘Ball abuse’ nicht so mein Ding”, meinte der ehemalige Weltranglistenerste. ”Ich glaube nicht, dass ich jemals auch nur in der Nähe einer solchen Situation war." Recht hatte Medvedev damit nicht: 2023 war es bei den Erste Bank Open in Wien zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, damals durfte er allerdings weiterspielen.
Die Disqualifikation in Peking wird Medvedev jedenfalls teuer zu stehen kommen. Dem Russen werden die 200 Punkte für das Erreichen der Vorschlussrunde sowie das Preisgeld in Höhe von 219.295 US-Dollar gestrichen. Vor allem im Rennen um ein ATP-Finals-Ticket - Medvedev liegt im Race aktuell auf dem achten Platz - könnte der Blackout demnach noch weitreichende Folgen haben.
