Matthew Dellavedova macht die 100 Saison-Siege perfekt
Beim M25-Turnier auf heimischem Boden in Tamworth feierte Matthew Dellavedova seinen 100. Saison-Sieg auf der Profi-Tour. Auch wenn er die Erfolge überwiegend auf der unteren ITF-Ebene einfahren konnte, reiht sich der Australier dadurch in eine prominente Riege von Tennislegenden ein.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
31.10.2026, 08:14 Uhr

Ganz große Namen der Tennisgeschichte scheiterten an dem Unterfangen, die Zahl der Saisonsiege in die Dreistelligkeit zu heben. So fehlte dem US-Amerikaner Jimmy Connors in der Saison 1976 gerade mal ein weiterer Erfolg, während dem Australier Rod Laver im Jahr seines zweiten Grand-Slam-Coups 1969 drei Siege, und John McEnroe zehn Jahre später vier Siege fehlten.
Ganzen fünf Spielern war es in der Open Era bislang vorbehalten, die erfolgreiche 100er-Marke am Saisonende zu knacken. Sogar zweimal schafften dies der Rumäne Ilie Nastase, der seine Marke von 120 Erfolgen aus 1972 im Folgejahr sogar auf 125 steigern konnte, und der für die USA antretende Ivan Lendl, der 1980 den Court 110 Mal als Sieger verließ und 1982 als bislang letzter Spieler mit 106 Erfolgen die magische Zahl übertreffen konnte. Ebenfalls 110 Siege konnte der US-Amerikaner Brian Gottfried 1977 für sich verbuchen. Doch angeführt wird die Liste von der argentinischen Sandplatz-Legende Guillermo Vilas, der1977 insgesamt 136 Mal von seinem Gegner die Gratulation in Empfang nehmen durfte.
In dieser Woche reihte sich ein weiterer Name in die elitäre Riege ein, der jedoch erst noch an seiner nachhaltigen Bekanntheit im Tennis-Circuit arbeiten muss. So konnte der Australier Matthew Dellavedova in dieser Spielzeit bereits neun Titel auf der World Tennis Tour einfahren und dadurch, gespickt mit dem ein oder anderen Sieges-Ausreißer auf Challenger-Ebene, auch schon 100 Match-Erfolge einstreichen.
Dadurch spielte sich der 26-Jährige mit Position 237 in der Weltrangliste auf sein Karrierehoch und steht damit vor dem direkten Einzug in das Qualifikations-Feld der Australian Open 2027. Einmal durfte er sich schon auf der großen Bühne beim Heim-Major in Melbourne beweisen. Dort musste er sich jedoch als Wildcard-Spieler in der ersten Runde der Qualifikation dem Franzosen Terence Atmane in drei Sätzen geschlagen geben.
Selbst in seiner Heimat Australien dürfte es Dellavedova jedoch schwer haben, den Namen ausschließlich mit seinen Erfolgen im Tennis in den Vordergrund zu schieben. So diente sich ein gewisser Matthew Dellavedova, der zehn Jahre früher zur Welt kam, in Australien zur Basketball-Legende hoch, gewann mit den Cleveland Cavaliers 2016 sogar den Titel in der NBA und holte mit seinem australischen Team bei seinen bislang vier Olympiastarts im Jahr 2021 in Tokio die Bronzemedaille.
