WTA: Quinwen Zheng, der Druck und Serena Williams

Während ihrer triumphalen Woche in Peking hat Quinwen Zheng auch über die schwierige Zeit gesprochen, in der sie aus den Top 100 gefallen ist.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.10.2026, 10:37 Uhr

Quinwen Zheng nach ihrem Triumph in Peking
© Getty Images
Quinwen Zheng nach ihrem Triumph in Peking

Für die Veranstalter des WTA-Tour-1000-Turniers in Wuhan ist es natürlich schade, dass die große Lokalfavoritin ihren Start abgesagt hat. Aber wer möchte es Quinwen Zheng auf der anderen Seite verdenken, dass sie nach dem Run zum Titel in Peking nun ein paar Tage Pause benötigt? Denn die Saison ist ja insgesamt keineswegs geschmeidig gelaufen. Vor ein paar Wochen musste Zheng bei den US Open sogar in die Qualifikation, setzte sich in allen drei Matches durch und erreichte sogar das Viertelfinale, wo sie gegen die spätere Siegerin Elena Rybakina verlor.

Was der Olympiasiegerin auch ein bisschen Druck genommen hat, wie Zheng im Gespräch mit der Website der WTA erzählte. „Seit ich aus meiner Verletzungspause zurückgekommen bin, war ich jederzeit voll motiviert, aber manchmal konnte ich in den entscheidenden Momenten nicht mit dem Druck umgehen. Weil ich an diesen Druck nicht mehr gewöhnt war.“

Zheng möchte Kindern ein Vorbild sein

„Jetzt ist das Ranking endlich wieder da, wo ich es gewohnt bin“, so Zheng weiter, die mit ihrem Coup von Peking in den WTA-Charts schon wieder auf Position 23 vorgestoßen ist. Ganz sei sie noch nicht am Ziel, aber: „Ich möchte diesen Hunger behalten, demütig bleiben und einfach sehen, was die Zukunft bringt.“

Mit dem Gewinn der Goldmedaille in Roland-Garros 2024 hat Quinwen Zheng in China aber auch den Status einer Volksheldin erreicht. Was der 24-Jährigen auch bewusst ist. „Es ist nicht einfach, eine nationale Ikone zu sein. Seit, zwei, drei Jahren fühle ich eine hohe Verantwortung auf meinen Schultern, weil ich eine Inspiration für die Kinder sein möchte. Ich erinnere mich, dass ich als Kind Serena Williams zugesehen habe, dieser Ikone, und welchen Einfluss das auf mich gehabt hat.“

von Jens Huiber

Mittwoch
14.10.2026, 12:12 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.10.2026, 10:37 Uhr