WTA Wuhan: Swiatek mit schwierigstem Jahr ihrer Karriere

Iga Swiatek kämpft aktuell um wichtige Punkte, um zum sechsten Mal in Folge an den WTA Finals teilnehmen zu können. In Wuhan erzählt sie, weshalb sie sich gerade in der schwierigsten Phase ihrer Karriere befindet.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 14.10.2026, 22:16 Uhr

Iga Swiatek in Wuhan
© Getty Images
Iga Swiatek in Wuhan

Der gestrige 6:2, 6:1-Erfolg gegen Landsfrau Magdalena Frech beim WTA-Turnier in Wuhan stellte für Iga Swiatek einen wichtigen Schritt dar. Mit ihrem 40. Saisonsieg erreichte die sechsfache Grand-Slam-Siegerin diese Marke zum fünften Mal in Folge. Zufrieden mit dem Verlauf der Saison ist sie dennoch nicht. „Dieses Jahr war definitiv das bisher schwierigste“, räumte sie ein.

Bislang steht für Swiatek 2026 lediglich ein Titel zu Buche. Sie gewann das Canadian Open in Toronto und beendete damit eine zehnmonatige Durststrecke ohne Turniersiege. Bei den übrigen Turnieren fehlte ihr häufig die Konstanz, um aus guten Phasen größere Erfolge zu machen. Auch in Peking war jüngst bereits im Viertelfinale gegen Elise Mertens Schluss. Für eine Spielerin, die jahrelang die Tour dominierte, ist das sicher eine ungewohnte Situation.

Von nichts kommt nichts

Swiatek erklärte, dass sie sich in ihrer bisherigen Karriere oft darauf verlassen konnte, nach schwierigen Phasen rasch wieder einen Durchbruch zu schaffen. Seit letztem Jahr funktioniere dieses Muster aber nicht mehr so zuverlässig. Daher müsse sie lernen, auch kleinere Fortschritte anzuerkennen.

„Die größte Lektion wird wahrscheinlich sein, dass nichts einfach wird“, sagte die Polin. Für sie sei mittlerweile klar, dass sie auch dann weiterarbeiten müsse, wenn das eigene Spiel nicht funktioniere und die Resultate ausblieben. Sie wolle künftig stärker den Prozess wertschätzen, anstatt ihre Zufriedenheit allein von Siegen und Titeln abhängig zu machen. 

WTA Finals in Gefahr

Neben der sportlichen Form belastet Swiatek auch der Kampf um die Teilnahme an den WTA Finals. Nach fünf aufeinanderfolgenden Auftritten beim Saisonabschluss droht ihr erstmals seit Jahren die Nicht-Qualifikation. Vor dem weiteren Verlauf des Turniers in Wuhan lag sie mit 3.919 Punkten deutlich hinter Karolina Muchova, die mit 4.735 Zählern den siebten Qualifikationsplatz belegte.

Ein Turniersieg in Wuhan könnte Swiatek auf bis zu 4.799 Punkte bringen und sie damit vor Muchovas derzeitigen Wert katapultieren. Allerdings hängt die endgültige Qualifikation auch von den Ergebnissen der Konkurrentinnen ab. Mit den Turnieren in Ningbo und Tokio bleiben der Polin immerhin noch zwei weitere Chancen auf ein Finals-Ticket. Coco Gauff und Jessica Pegula haben sich indes bereits fix qualifiziert.

Swiatek jagt einen besonderen Rekord

Bislang hat Swiatek bereits zwölf WTA-1000-Titel bei acht verschiedenen Turnieren gewonnen. Nur in Wuhan und Dubai fehlt ihr noch ein Triumph, um die gesamte Serie der zehn Turniere komplett zu machen. Ein Erfolg in China wäre deshalb auch sporthistorisch ein weiterer Meilenstein. Der Druck wächst also.

Hier das Einzeltableau der Damen in Wuhan

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von Isabella Walser-Bürgler

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15.10.2026, 09:43 Uhr
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