Alexander Zverev nach Shanghai-Niederlage: "Ich bin kein Roboter"
Alexander Zverev hält sich nicht lange mit dem Halbfinalaus in Shanghai auf. Eine derartige Niederlage ist für den Weltranglistenzweiten nach den letzten Wochen erwartbar gewesen. In Wien könnte sich der 29-Jährige nun zur neuen Nummer eins der Weltrangliste küren.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
17.10.2026, 22:00 Uhr

Die Halbfinalniederlage von Alexander Zverev beim ATP Masters in Shanghai gegen Alejandro Davidovich Fokina kam überraschend. Doch das scheint der Unterlegene anders zu sehen. Zumindest sagte das der zukünftige Weltranglistenerste nach dem Match: “Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch. Auch ich werde müde.”
Die Müdigkeit liegt laut eigener Aussage vor allem an den vielen Matches, die Alexander Zverev in den letzten Monate bestritten hat. “Nach den US Open hatte ich insgesamt einen Tag frei. Ich habe viel Tennis gespielt, was sehr, sehr positiv ist, denn das bedeutet, dass ich gut gespielt habe”, erklärte Zverev und berichtete zudem, dass die Niederlage gegen den Spanier nicht allzu schmerzhaft ausfällt. “Ich hatte mit einer kleinen Verletzung zu kämpfen und ging zudem erschöpft in das Turnier. Daher ist es für mich in Ordnung, heute gegen einen solchen Spieler zu verlieren.”
Zverev kann in Wien die neue Nummer eins werden
Bei Alexander Zverev schrillen nach der Niederlage gegen Alejandro Davidovich Fokina also keine Alarmglocken. Verständlich, denn der gebürtige Hamburger konnte trotz der Umstände in Shanghai sein Topniveau zeigen und kann mit Selbstvertrauen nun weiterhin an der Übernahme der Nummer eins in der ATP-Weltrangliste arbeiten.
Aktuell könnte sich Alexander Zverev in Wien zur neuen Nummer eins der Welt küren. Dafür müsste der zweimalige Grand-Slam-Sieger beim 500er-Turnier in der österreichischen Hauptstadt mindestens das Halbfinale erreichen. Das scheint trotz der guten Besetzung des Feldes in der Wiener Stadthalle sehr wahrscheinlich und würde das herausragende Jahr des deutschen Profis endgültig krönen.
Neben Zverev auch Alcaraz in Wien dabei
Noch im vergangenen Jahr unterlag Alexander Zverev im Endspiel von Wien seinem Widersacher Jannik Sinner, der durch sein Fernbleiben in diesem Jahr die 500 Punkte nach der Turnierwoche verlieren wird. Zverevs größter Konkurrent in der Turnierwoche vom 25. Oktober bis zum 1. November wird Carlos Alcaraz sein, der vor einigen Tagen seine Teilnahme zusagte. Da beide Spieler das Feld anführen werden, könnten Zverev und Alcaraz jedoch erst im Finale aufeinandertreffen. Sollte das passieren, wäre Alexander Zverev die Nummer eins schon nicht mehr zu nehmen.
Die Aussichten sind also rosig in der Familie Zverev. Es ist nur verständlich, dass sich Alexander Zverev auch nach Niederlagen aktuell mit einer gewissen Entspanntheit durch die Tenniswelt bewegt. Nur eben nicht wie ein Roboter.
