ATP: Dem „Golden Swing“ täte ein bisschen Gold gut

Wie zu befürchten, ist die Besetzung der traditionsreichen ATP-Turniere in Buenos Aires und Rio de Janeiro in diesem Jahr eher arm an Stars. Und das wird ab 2028 definitiv nicht besser werden.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.02.2026, 16:34 Uhr

2025 hatte Alexander Zverev die Reise nach Rio de Janeiro angetreten
© Getty Images
2025 hatte Alexander Zverev die Reise nach Rio de Janeiro angetreten

Die Entscheidung, schon bald nach den Australian Open 2025 Richtung Südamerika aufzubrechen, war sicherlich nicht die sportlich beste in der nun auch schon ziemlich langen Karriere von Alexander Zverev. Die Veranstalter in Buenos Aires und Rio de Janeiro waren aber ziemlich froh darüber, dass ein Mann aus den Top Fünf den Weg nach Südamerika gefunden hatte. Der gerne als „Golden Swing“ gewürdigte Abschnitt im ATP-Kalender wurde durch das Antreten von Zverev veredelt. 

Vor wenigen Jahren hatte sich auch Carlos Alcaraz nach Argentinien und Brasilien aufgemacht, die Auftritte von Dominic Thiem und Rafael Nadal sind indes schon ein Zeiterl her. Was für die südamerikanischen Lokalheroen ja keine schlechte Nachricht sein muss. So steigen die Chancen auf erfolgreiche Heimspiele. Joao Fonseca hat vor Jahresfrist zugeschlagen, auch wenn ihm der südamerikanische Heimsieg im eigentlich doch rivalisierenden Argentinien gelungen ist. 

Alcaraz, Sinner, Djokovic kommende Woche in Doha 

Fonseca ist, unabhängig von der aktuellen Lage in den ATP-Charts,  auch der interessanteste Mann, der sich aktuell im goldenen Schwung die Ehre gibt. Gut, Matteo Berrettini schaut man immer gerne zu, aber der herrliche Italiener muss nach na erst mal wieder in Schwung kommen. 

Nun sind die Aussichten, dass die Tennisfans in Südamerika die absolute Weltspitze sehen, im kommenden Jahr gleich gut oder schlecht wie aktuell. Ab 2028, wenn dann das zehnte ATP-Masters-1000-Turnier in Saudi-Arabien ausgetragen werden soll, wird niemand mit größten Ambitionen ein, zwei Zwischenturniere auf Sand einlegen. 

Wie hart das Geschäft ist, sieht man ja auch schon ganz aktuell: Denn kommende Woche wird in Doha parallel zum 500er in Rio de Janeiro ein Event derselben Kategorie ausgetragen. Dort sind aber die ersten drei Klassierten der ATP-Weltrangliste am Start, nämlich Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Novak Djokovic. Weil es logistisch einfacher ist. Weil wohl mehr Startgeld herauszuholen ist. Und ein bisschen vielleicht auch, weil in Doha und danach in Dubai auf Hartplatz gespielt wird.
 

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10.02.2026, 11:40 Uhr
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