ATP-Masters Rom: Sinner fixiert mit Verspätung Finaleinzug

Mit einem Tag Verzögerung hat Jannik Sinner sein Final-Ticket beim ATP Masters 1000-Turnier in Rom mit einem 6:2, 5:7 und 6:4-Erfolg über Daniil Medvedev doch noch gebucht. 

von Dietmar Kasper/Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 16.05.2026, 16:31 Uhr

© Getty Images
Jannik Sinner steht in Rom im Finale.

Der Weltranglisten-Erste finalisierte am Samstag das, was er bereits am Freitag fast zu Ende geführt hatte und konvertierte eine 4:2-Führung im dritten Satz ohne große Probleme zum Matchgewinn.

Den ersten Punkt des Tages konnte zwar noch Medvedev mit einem Ass verbuchen und somit auf 3:4 verkürzen, im anschließenden Returngame war der Russe jedoch chancenlos.

Kurz darauf schien der Spaß auch schon wieder vorbei zu sein, erspielte sich Sinner doch bei Service Medvedevs zwei Matchbälle. Der 30-Jährige hielt zwar noch gut dagegen und verkürzte abermals, der Weltranglisten-Erste servierte das Match jedoch danach relativ souverän aus.

Eines hatte Daniil Medvedev vor der Halbfinal-Partie des 1000er-Turniers in Rom gegen Jannik Sinner seinem Gegner voraus, schließlich konnte der Russe 2023 bereits den Titel in der italienischen Hauptstadt mit einem Finalsieg gegen den Dänen Holger Runde einfahren, während sich der Südtiroler im vergangenen Jahr im Endspiel dem Spanier Carlos Alcaraz beugen musste.

Auch den direkten Vergleich führte Medvedev erst mit 6:0 an, ehe Sinner mit neun Siegen in den letzten zehn Vergleichen, zuletzt im Finale von Indian Wells, das Momentum zu seinen Gunsten wenden konnte und durch seine aktuelle Siegesserie als haushoher Favorit in die Partie ging.

Sinner mit Traumstart

Gespannt war auch zu beobachten, in welchem Zustand sich Sinner nach den angedeuteten körperlichen Problemen zum Ende des Viertelfinals gegen Andrey Rublev präsentieren würde. Doch der 24-Jährige zeigte sich mit seinen druckvollen Schlägen vom Start weg in bester Verfassung und sicherte sich gleich im ersten Spiel mit einem krachenden Rückhand-Winner das Service von Medvedev.

Nach einem souveränen Aufschlagspiel blieb er auch weiter bei Aufschlag seines 30-jährigen Gegners am Drücker und fixierte mit einem erfolgreichen Netzangriff das Doppel-Break.

Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs ließ der vierfache Grand-Slam-Champion bei eigenem Aufschlag nichts anbrennen und ließ sein Gegenüber nur zweimal bei dessen Service anschreiben.

Medvedev dreht auf

Zu Beginn des zweiten Akts drehte sich das Geschehen erst einmal komplett. Während Medvedev nun besser zu seinem sicheren Spiel fand und das ein oder andere spielerische Highlight setzte, unterliefen Sinner einige ungewohnte Fehler, sah sich schnell mit 0:3 im Rückstand und zeigte immer öfter leichte körperliche Verschleißerscheinungen. Nachdem der italienische Davis-Cup-Sieger drei Möglichkeiten seines Gegners zur Doppel-Break-Führung abwehren konnte, fand er wieder etwas besser zu seinem aggressiven Spiel und konnte postwendend den Gleichstand herstellen.

Dennoch ließ sich Medvedev nicht abschütteln, erspielte sich beim Stand von 6:5 mit einer sehenswerten Stopp-Halbvolley-Kombination seinen dritten Satzball und packte nach einem zu lang geratenen Stopp seines Gegners mit einem Rückhand-Gewinnschlag aus dem Halbfeld zum Satzgleichstand zu.

Vorentscheidung noch am Freitag

Im dritten Durchgang konnte der favorisierte Sinner wieder eine Schippe drauflegen, im dritten Spiel seinem Gegner das Aufschlagspiel abnehmen und sich in der Folge weitere Break-Möglichkeiten erarbeiten, die er jedoch ungenutzt ließ. Bei eigenem Service hatte der zweifache ATP-Weltmeister seinen Rhythmus wieder gefunden, gestattete bis zum Ende keine Breakchance mehr und schien sich auch von einem zwischenzeitlichen Medical-Timeout zur Behandlung seines rechten Oberschenkels nicht beeinflussen zu lassen - bis der Regen kam und eine Spielfortsetzung am Freitag nicht mehr zuließ.

Im Endspiel sieht sich der Weltranglistenerste dem an Position 23 geführten Casper Ruud gegenüber, der den kraftlos wirkenden Italiener Luciano Darderi am Freitag glatt in zwei Sätzen besiegen und damit bei seiner vierten Halbfinal-Teilnahme in Rom erstmals ins Finale vordringen konnte.

Hier das Einzel-Tableau aus Rom

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von Dietmar Kasper/Clemens Engert

Samstag
16.05.2026, 16:28 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.05.2026, 16:31 Uhr

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